Astronauten im Außeneinsatz
Die Tücken der Weltraumtechnik

Auch unter Einsatz eines Hammers haben die Astronauten Joseph Acaba und Richard Arnold einen falsch eingesetzten Bolzen an der Raumstation ISS nicht lösen können. Trotzdem wertet die Nasa auch den dritten und letzten Außeneinsatz der aktuellen Shuttle-Mission als Erfolg.
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HB CAPE CANAVERAL. Auch mit Brachialgewalt haben zwei Astronauten der US-Raumfähre „Discovery“ einen falsch eingesetzten Bolzen an der Internationalen Raumstation ISS nicht lösen können. Joseph Acaba und Richard Arnold konnten das Stück zwar mit Hilfe eines Hammers lockern, mussten dann aber aufgeben. Während des sechseinhalbstündigen Einsatzes am Montag verlegten die beiden aber unter anderem erfolgreich einen kleinen Wagen für Besatzung und Ausrüstungsgegenstände an der ISS.

Der Bolzen war beim zweiten Außenbordeinsatz in der Nacht zum Sonntag versehentlich falsch herum eingesetzt worden. Acaba und sein Kollege Steven Swanson bemühten sich danach vergeblich, das Stück wieder zu freizubekommen. Wegen der Panne konnte eine Plattform nicht richtig an den Trägern der ISS befestigt werden. Die Astronauten wurden am Montag angewiesen, die Plattform mit Hilfe von stabilen Gurten festzumachen. „Ihr habt die Raumstation in einem deutlich besseren Zustand verlassen... und wir danken euch von Herzen“, erklärte die Nasa-Einsatzleitung am Boden.

Die 13-tägige Mission der „Discovery“ neigt sich allmählich dem Ende zu. Bereits an diesem Mittwoch soll sich die Raumfähre von der Internationalen Raumstation lösen und die Heimreise zur Erde antreten. Für Samstag ist dann die Landung in Florida geplant.

Die Crew hatte in der vergangenen Woche einen Meilenstein beim Ausbau der Raumstation erreicht und das vierte und letzte Paar Sonnensegel an den Außenposten im All montiert. Astronauten befestigten die Vorrichtung mit den gewaltigen Flügeln bei einem Außeneinsatz an einer Halterung, die das metallene „Rückgrat“ der Station bildet und nunmehr komplett ist.

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