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Astronomen aus Jena erspähen riesigen Planeten um Riesenstern

Erstmals haben Astronomen in Deutschland mit einem Teleskop einen Planeten außerhalb unseres Sonnensystems erspäht. Mit dem Zwei-Meter-Teleskop der Thüringer Landessternwarte sei nachgewiesen worden, dass der Riesenstern HD 13 189 einen ebenfalls riesigen Begleitplaneten habe.

dpa JENA. Erstmals haben Astronomen in Deutschland mit einem Teleskop einen Planeten außerhalb unseres Sonnensystems erspäht. Mit dem Zwei-Meter-Teleskop der Thüringer Landessternwarte sei nachgewiesen worden, dass der Riesenstern HD 13 189 einen ebenfalls riesigen Begleitplaneten habe.

Das teilte die Friedrich-Schiller- Universität Jena am Dienstag mit. Es könne der größte Stern sein, von dem bisher bekannt ist, dass er einen Planeten hat. Der Stern HD 13 189 ist etwa 6 000 Lichtjahre von der Erde entfernt. Seine Masse soll etwa zwei- bis sieben Mal größer als die Masse der Sonne sein. Der ferne Sternbegleiter sei acht bis 20 Mal massereicher als der Jupiter, der größte Planet unseres Sonnensystems. Der riesige Gasplanet benötigt 472 Tage, bis er seinen Stern einmal umrundet hat.

In den vergangenen zehn Jahren hatten Astronomen weltweit rund 150 Planeten außerhalb unseres Sonnensystems entdeckt. Der Begleiter von HD 13 189 wurde vom Direktor der Thüringer Landessternwarte, Professor Artie Hatzes, nachgewiesen. Er stellte anhand winziger Schwankungen fest, dass ein Planet an dem Stern „zerrt“. Die Thüringer Erkenntnisse sind vom Mcdonald Observatory in Texas bestätigt worden.

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