Astronomie
Forscher bitten Internet-Nutzer um Hilfe

Der „Galaxy Zoo“ öffnet wieder seine Pforten im Internet: Um ihre gewaltige Datenflut bewältigen zu können, bitten Astronomen eines internationalen Forschungsprojekts erneut um Hilfe bei der Untersuchung ferner Sternenwelten. Sie hoffen auf ähnlich gute Resonanz wie beim ersten „Zoo“ vor zwei Jahren: Damals gingen 80 Millionen Ergebnisse ein.
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HB FRANKFURT/MAIN. Astronomen des Forschungspreojekts „Sloan Digital Sky Survey“ kämpfen derzeit mit einem Problem: Acht Jahre lang haben sie Daten über ferne Galaxien gesammelt und dabei rund eine Million Sternenwelten ins Visier genommen. Nun muss die Datenflut gebändigt werden - eine Aufgabe, die für die Forscher allein kaum zu bewältigen ist. Nun bitten sie die Internet-Gemeinde um Mithilfe.

Helfen kann ihnen jeder Internet-Nutzer, der Lust dazu hat. Er muss sich nur am Projekt Galaxy Zoo 2 beteiligen, das Mitte Februar gestartet wurde. Dabei geht es darum, Fotos von insgesamt 250 000 Galaxien zu untersuchen und eine Reihe von Fragen zu beantworten.

Es handelt sich um eine Fortsetzung des ersten „Galaxy Zoo“-Projekts aus dem Jahr 2007. Die Beteiligung damals übertraf alle Erwartungen. 150 000 Hobby-Astronomen aus der ganzen Welt machten mit und innerhalb von 18 Monaten gingen 80 Millionen Klassifizierungen zu den insgesamt eine Million Objekten ein. Die Mehrfach-Einstufungen waren dabei durchaus erwünscht, wie die Forscher auf der Website erläutern, da sie erst daraus ablesen können, welche Einordnung richtig war und wo es vielleicht große Zweifel gibt.

„Die Reaktion der Öffentlichkeit war überwältigend“, erklärte Kevin Schawinski von der Universität Yale, einer der Gründer von „Galaxy Zoo“. „Mit ihrer Hilfe haben wir viel über die Entwicklung der Galaxien gelernt und wie dies in Beziehung zu ihrer Umgebung steht.“ Mit „Zoo 2“ solle dieses Verständnis noch vertieft und erweitert werden. Dafür wurden die 250 000 interessantesten und hellsten Galaxien ausgesucht.

Über ein Blog und Twitter werden alle Beteiligten über die Arbeit auf dem Laufenden gehalten. Wer will, kann später auch die Forschungsbeiträge lesen, die aus dieser Arbeit hervorgehen.

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