Astronomie
Wasser von 140 Billionen Meeren im All entdeckt

US-Forscher haben das bislang größte und fernste Wasserreservoir im Weltall entdeckt. Die Forscher schließen daraus, dass Wasser überall im Kosmos vorhanden ist.
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WashingtonDie Menge des nun im All gefundenen Wassers umfasse das 140-billionenfache allen Meerwassers der Erde, teilte die US-Weltraumbehörde Nasa am Freitag mit. In Dampfform umringe das Wasser einen Quasar, ein Schwarzes Loch, das Materie um sich herum einsaugt. Die Wissenschaftler wurden in einer Entfernung von zwölf Milliarden Lichtjahren fündig. Ein Lichtjahr ist die Entfernung, die das Licht in einem Jahr zurücklegt, es entspricht knapp zehn Billionen Kilometern.

„Dies ist ein neuer Beweis, dass Wasser überall im Weltall vorhanden ist, sogar schon zu einer sehr frühen Zeit“, sagte Forscher Matt Bradford. „Die Umgebung dieses Quasars ist dadurch sehr einzigartig, weil sie diese riesige Menge Wasser produziert.“ Der Quasar ist den Angaben zufolge 20 Milliarden Mal größer als unsere Sonne. Während er unablässig Materie verschlingt, produziert der Quasar soviel Energie wie tausend Billionen Sonnen.

Astronomen haben die Existenz von Wasserdampf auch in entfernteren Teilen den Universums erwartet. In dieser Distanz sei ihnen der Nachweis aber bisher noch nicht gelungen, teilte die Nasa mit. Dampf gebe es auch in der Milchstraße, jedoch in viel geringerer Menge.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Im Präsens über dieses Weltraum-Wasser zu berichten, ist absurd. Der Quasar soll in einer Entfernung von 12 Milliarden Lichtjahren entdeckt worden sein. Er existierte dort also vor 12 Milliarden Jahren. Damals hatte sich nach der gängigen Theorie gerade erst der Urknall ereignet - nämlich von 13,7 Milliarden Jahren. Was seither aus dem Quasar und dem Wasser geworden ist, wo das alles jetzt ist, das weiß man nicht.

    Und wo war eigentlich unsere Galaxie damals? Sie muss an den fliegenden Meeren, nein: Eismassen, viel näher dran gewesen sein als jetzt, und dennoch haben die von den Forschern aufgefangenen Strahlen so lange gebraucht bis zu uns.

    Es ist doch wohl so: Die vermutete Entfernung ist fast genau so groß wie die Strecke, die das Licht seit dem Urknall zurücklegen konnte. Nun geht das Weltall auf der anderen, also dem Quasar abgewandten Seite unserer Galaxie auch noch ein gutes Stück weiter. Wir sind meines Wissens nicht ansatzweise am Rand des Universums.

    Daraus ergibt sich folgendes: Der Urknall muss sich ziemlich in der Nähe dieses Quasars ereignet haben und - noch spektakulärer für mein Laienhirn - das Weltall müsste sich mit einem Tempo ausdehnen, das zumindest an den Rändern oberhalb der Lichtgeschwindigkeit lag oder liegt.

    Ich habe mir die Ausdehnung des Weltalls jedenfalls immer viel langsamer vorgestellt. Wenn wir wirklich einen solchen Schwung drauf hätten auf unserem Weg weg vom Detonationsort des Big Bang, müsste sich doch auch unser Sonnensystem ständig ausdehnen, und zwar in einem Tempo, dass wir uns messbar von der Sonne entfernen und die Jahre spürbar länger werden, oder? Oder neutralisiert das Schwarze Loch in der Mitte unserer Galaxie diese Fliehkraft? Na ja, zumindest saugt es uns nicht ein. Irgendwie beruhigend.

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