„Atlantis“-Start verzögert sich weiter
Houston hat weiter ein Problem

Der Start der US-Raumfähre „Atlantis“ mit dem europäischen Forschungsmodul „Columbus“ an Bord verzögert sich nach Nasa-Angaben vermutlich um einige weitere Tage oder Wochen. Als Grund nannte die Weltraumbehörde Probleme mit elektrischen Steckverbindungen am Außentank.

HB HOUSTON. Nachdem der Starttermin bereits mehrfach wegen eines Versagens von Treibstoffsensoren verschoben werden musste, hatte die US-Weltraumbehörde Nasa zuletzt den 10. Januar anvisiert. Der Manager des Shuttle-Programms, Wayne Hale, erklärte in der vergangenen Woche, dem Problem liege vermutlich eine fehlerhafte Steckverbindung zugrunde.

Am Donnerstag sagte Hale, der Stecker werde nun eingehend untersucht und repariert, was einige Tage oder Wochen dauern könne. Es sei aber zu früh, um einen neuen Starttermin zu nennen. Vordringlich sei nicht der Zeitplan, sondern dass das Problem behoben werde. „Atlantis“ soll das europäische Weltraumlabor „Columbus“ zur Internationalen Weltraumstation (ISS) transportieren.

Die „Atlantis“ hatte ursprünglich am 6. Dezember zur Internationalen Raumstation ISS starten sollen. Für den Flug waren auch zwei Astronauten der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA, der Deutsche Hans Schlegel und der Franzose Leopold Eyharts, eingeplant. Probleme mit den Sensoren der Treibstofftanks führten jedoch mehrmals zur Verschiebung des Flugs. Die Messgeräte sind Teil eines Systems, das bei einem Leck oder anderen Problemen mit den Wasserstofftanks den Motor der Raumfähre abschalten soll. Damit soll ein Trockenlaufen des Antriebs verhindert werden, das zu einer verheerenden Explosion führen könnte.

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