Forschung + Innovation
Auch Fruchtfliegen können Gewohnheitstrinker werden

Ebenso wie Menschen können einer Untersuchung zufolge auch Fruchtfliegen eine gewisse Toleranz gegen Alkohol entwickeln. Wissenschaftlerinnen der Universität Würzburg haben nach Angaben vom Montag ein Gen entdeckt, das den kleinen Insekten dabei hilft, immer mehr Alkohol zu ertragen.

dpa WüRZBURG. Ebenso wie Menschen können einer Untersuchung zufolge auch Fruchtfliegen eine gewisse Toleranz gegen Alkohol entwickeln. Wissenschaftlerinnen der Universität Würzburg haben nach Angaben vom Montag ein Gen entdeckt, das den kleinen Insekten dabei hilft, immer mehr Alkohol zu ertragen.

Ähnlich könnten die Verhältnisse auch beim Menschen liegen, hieß es. Das „Kater-Gen“ scheine dann wichtig zu sein, wenn der Organismus mit Stress zu kämpfen habe. Fruchtfliegen, deren entsprechendes Gen nicht mehr richtig funktioniere, seien deutlich empfindlicher gegen Hitze und Gifte. Dies gelte auch für ihre Reaktion auf Alkohol. Außerdem gewöhnten sie sich nicht so leicht an steigende Alkoholmengen wie ihre genetisch unversehrten Artgenossen. Bei diesen bewirke schon ein einziger Kontakt mit Alkohol, dass sie ihren zweiten „Rausch“ besser verkrafteten.

Von ihren Studien erhoffen die Forscherinnen Henrike Scholz und Mirjam Franz vom Würzburger Biozentrum neue Erkenntnisse über die Alkoholsucht beim Menschen. Der Organismus der Insekten funktioniere ähnlich wie der von Menschen. Auch den Kontakt mit Alkohol seien die Fliegen gewöhnt, da sie ihre Eier gerne in überreife Früchte ablegten, wobei sie von den alkoholischen Düften angelockt würden.

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