Aufräumaktion auf ISS
Sellers' Düsenantrieb wackelt

Die Astronauten der „Discovery“ haben bei ihrem zweiten Außeneinsatz innerhalb von 48 Stunden wichtige Reparaturarbeiten an der Raumstation ISS ausgeführt. Dabei hatten sie allerdings Probleme mit ihrer Ausrüstung.

HB HOUSTON. Während die Astronauten einen Transportwagen an der Raumstation reparierten löste sich bei Piers Sellers zwei Mal fast der auf dem Rücken befestigte Düsenantrieb, der eine Rückkehr des Astronauten zur Raumfähre ermöglichen soll, falls das Sicherungsseil durchtrennt werden sollte. Sellers Kollege Michael Fossum kam ihm zur Hilfe und befestigte das Gerät schließlich mit einen kurzen Seil.

Bei dem siebenstündigen Einsatz im Weltall, ersetzten die Astronauten Kabel an einem Schienenwagen, der für die weiteren Bauarbeiten benötigt wird. Mit ihm sollen schwere Bauteile für die Erweiterung der erst halb fertig gestellten ISS transportiert werden. Der Wagen ist seit Dezember außer Betrieb. Damals war das Strom- und Datenkabel versehentlich durchtrennt worden. Ohne diesen Wagen wäre die US-Raumfahrtbehörde Nasa nicht in der Lage, die Station zu komplettieren.

Deren Ausbau war 2003 nach dem Absturz der „Columbia“ unterbrochen worden. Er soll mit dem Flug der „Atlantis“ am 28. August fortgesetzt werden. Die Nasa steht dabei unter Zeitdruck, denn die verbliebenen drei Shuttles sollen 2010 planmäßig außer Dienst gestellt werden. Sie sind derzeit die einzigen Raumschiffe, die schwere Lasten zur ISS bringen können.

An der rund 100 Mrd. Dollar teuren Station ist auch die Europäische Raumfahrtbehörde ESA beteiligt. Das von ihr entwickelte Raumlabor „Columbus“ soll Ende 2007 in die Station integriert werden. Vorbereiten wird dies der deutsche Astronaut Thomas Reiter, der mit der „Discovery“ zur ISS kam und dort die Stammbesatzung für mehrere Monate verstärkt.

Entscheidend für den Ausbau der ISS ist aber, dass die Shuttle-Flotte einsatzbereit bleibt. In der Nacht zum Montag hatte die Nasa erklärt, der Hitzeschild der „Discovery“ habe beim Start keinen größeren Schaden erlitten. Für Mittwoch ist ein weiterer Außeneinsatz geplant, um Materialien und Vorgehensweisen für etwaige Reparaturen des Schildes bei zukünftigen Flügen zu testen.

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