Forschung + Innovation
Augenarzt aus Michelfeld entdeckt größte Primzahl

Ein Augenarzt aus Michelfeld bei Schwäbisch Hall hat die bislang größte Primzahl entdeckt. Ausgeschrieben habe die Zahl mehr als 7,8 Mill. Stellen (genau: 7 816 230), teilte das Mersenne-Projekt in Orlando (US-Staat Florida) am Sonntag (Ortszeit) mit.

dpa ORLANDO/MICHELFELD. Ein Augenarzt aus Michelfeld bei Schwäbisch Hall hat die bislang größte Primzahl entdeckt. Ausgeschrieben habe die Zahl mehr als 7,8 Mill. Stellen (genau: 7 816 230), teilte das Mersenne-Projekt in Orlando (US-Staat Florida) am Sonntag (Ortszeit) mit.

Das seien über eine halbe Mill. Stellen mehr, als der vergangene Primzahlenrekord. Die Zahl heißt mathematisch zwei hoch 25 964 951 minus 1. Eine Primzahl ist nur durch sich selbst und durch eins teilbar. Die ersten Primzahlen sind 2, 3, 5, sieben und 11.

Der Augenarzt Martin Nowak entdeckte die Primzahl den Angaben zufolge bereits am 18. Februar, nachdem er mehr als 50 Tage Rechenzeit ein spezielles Programm auf seinem 2,4 Gigahertz-Pentium- 4-Computer laufen hatte. Grundlage sei die frei zugängliche Software von George Woltman und Scott Kurowski gewesen.

Nowak hatte vor rund sechs Jahren beim Zeitungslesen von dem Projekt Great Internet Mersenne Prime Search (Gimps) erfahren, in dem weltweit mehrere zehntausend Computer nach Primzahlen suchen. Der Augenarzt startete im April 1999 mit einem Computer und hat derzeit 24 Computer seines Augenzentrums für das Projekt laufen. Die neue Primzahl ist erst die 42. so genannte Mersenne-Primzahl. Der Name geht auf den französischen Mönch Marin Mersenne aus dem 17. Jahrhundert zurück. Sie haben die Formel (2 hoch n) - 1.

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