Austretende Substanz
Leck an „Discovery“ beunruhigt die Nasa

Ein kleines Leck an Board der „Discovery“ hat bei der amerikanischen Weltraumbehörde Nasa gegen Ende der derzeitigen Space-Shuttle-Mission für einiges Kopfzerbrechen gesorgt.

HB HOUSTON. Sollte der Schaden schlimmer werden, könnte sich erstmals eines der drei Hydraulik-Systeme der Raumfähre abschalten, wie Nasa-Manager John Shannon am Freitagabend mitteilte. Unklar war zu diesem Zeitpunkt noch die Art der Substanz die aus dem Leck austrat - wenn auch nur in der geringen Menge von etwa sechs Tropfen pro Stunde.

Hierbei könnte es sich laut Shannon um harmlosen Stickstoff oder um brennbares Hydrazin handeln. Stickstoff gelte als wahrscheinlicher, es gebe aber zurzeit keine Möglichkeit, dies mit Sicherheit festzustellen. Also müsse man davon ausgehen, dass es sich um den Brennstoff handeln könnte. Die Menge liege aber noch um ein 100 000-Faches unter dem Wert, der ein Feuer auslösen könnte. Probleme bei der für Montag geplanten Rückkehr der „Discovery“ zur Erde sind laut Shannon nicht zu erwarten.

Das Leck befindet sich in der Leitung eines Hilfsgenerators für die hydraulische Steuerung und für Bremsmanöver. Diesen Generator will die Nasa nach eigenen Angaben am Sonntag routinemäßig still legen, um zu sehen, ob sich der Austritt der Substanzen aus dem Leck verändert. Bei geringen Mengen wäre dann ein Abbrennen möglich.

Die US-Raumfähre hat sich am Samstag von der Internationalen Raumstation (ISS) abgekoppelt und den zweitägigen Rückflug zur Erde angetreten. Das Manöver wurde live vom Nasa-Fernsehsender übertragen. Die Raumfähre soll 13 Tage nach dem Start am Montag auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida landen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%