Automation
Roboter für riskante Einsätze

Immer häufiger entlasten Roboter den Menschen auch außerhalb der automatisierten Produktion - etwa in der Bewachung von Gebäuden und Anlagen. Das Berliner Unternehmen Robowatch setzt auf diesen Trend und stattet mobile Geräte mit Sensoren und Greifern aus.

DÜSSELDORF. Ofro und Mosro haben ein Ziel: Sie wollen zu den Olympischen Spielen - Peking 2008 ruft. Schon bei der Fußball-WM in Berlin schoben die beiden Wachroboter im guten Dutzend Patrouille - jetzt bewirbt sich ihr Berliner Erfinder Jens Hanke, Gründer und Geschäftsführer von Robowatch Technologies, für den Job in China.

Hanke setzte auf diesen Trend schon 1999, als er in seinem Keller seinen ersten Roboter zusammenbaute. "Ich wollte schon immer einen Automaten entwickeln, der mit Hilfe von Sensoren die Umwelt überwachen kann", sagt der Bioinformatiker. Aus dem Prototypen wurde der serienreife Mosro. Der Wachroboter, der aussieht wie ein Feuerlöscher auf Rädern, sichert auf seinen nächtlichen Rundgängen einsame Flure, VIP-Räume, Tiefgaragen oder Lagerflächen. Der panzerartige Roboterkollege Ofro sorgt mit seinen Sensoren im Außengelände für Sicherheit. Es folgten der Outdoor-Roboter Ofro und weitere Automaten für spezielle Überwachungsaufgaben. Heute gehört Robowatch zu den führenden Anbietern von autonom gesteuerten Robotersystemen - und ist nominiert für den Hermes Award 2007.

"Die Asiaten sind für die neue Technik wesentlich aufgeschlossener", so die Erfahrung des Robowatch-Geschäftsführers. Das Unternehmen macht 80 Prozent seines Umsatzes in Asien und Amerika. "In Deutschland geht es wesentlich langsamer voran." Neben Aufklärungs-Aufgaben bei Großveranstaltungen biete sich die Roboter-Flotte vor allem an für den Einsatz bei Havarien in Chemiefabriken oder nach Verkehrsunfällen mit Gefahrgütern.

Basis für alle Entwicklungen ist eine fahrbare Plattform, die je nach Aufgabe mit Sensoren versehen wird. So stattet der Hersteller von Gasmesstechnik Dräger den Outdoor-Roboter zur Erkennung atomarer Gefahren mit einem Geigerzähler aus. Ein Biosensor detektiert biologische Gifte, ein Multi-Gas-Scanner spürt chemische Kampfstoffe auf.

Während des Einsatzes sind die Sicherheitsroboter über UMTS-Mobilfunk mit der Leitzentrale verbunden und senden Messdaten. "Auf der Basis können die Sicherheitskräfte schneller und koordinierter eingreifen, um gefährdete Menschen oder bedrohte Anlagen zu schützen", sagt Unternehmens-Chef Hanke.

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