Automobilhersteller sind die Vorreiter beim Einsatz von Augmented-Reality-Lösungen
Virtuelle Welten sorgen für mehr Effizienz in der Industrie

Die aktuelle Auflage der Hannover Messe zeigt: Virtuelle Realitäten und Augmented Reality sind längst keine Visionen mehr; es geht jetzt um die Entwicklung von Prototypen für industrielle Anwendungen. Das Ziel aller Projekte: Mensch und Maschine sollen möglichst effizient miteinander arbeiten und kommunizieren können.

HB DÜSSELDORF. Eines der wichtigsten Forschungsvorhaben in diesem Bereich war Arvika, dessen Ergebnisse jetzt vorliegen. Bei diesem öffentlich geförderten Leitprojekt ging es darum, die Einsatzmöglichkeiten von Augmented Reality (AR) in komplexen industriellen Anwendungen zu erforschen. Bei AR handelt es sich um eine neue Form der Kommunikation zwischen Mensch und Maschine, bei der dem Anwender beispielsweise über eine Datenbrille kontextabhängig Informationen eingeblendet werden. Die Informationen passen also stets zum betrachteten Objekt.

Arvika hat nach Ansicht der Projektpartner bewiesen, dass AR das situationsgerechte Agieren in realen Arbeitsumgebungen sinnvoll unterstützen kann. „Die Unternehmen haben erkannt, wo es Sinn macht, Augmented Reality einzusetzen“, fasst Wolfgang Wohlgemuth vom Konsortialführer Siemens Automation and Drives die Arvika-Erkenntnisse zusammen. Rund 30 Prototypen seien im Rahmen der Initiative entstanden. Arvika habe aber mehr als nur Augmented Reality im Fokus gehabt: Es gehe darum, Informationen nutzergerecht und mobil bereitzustellen, so Wohlgemuth.

Derzeit wird bereits ein Nachfolgeprojekt vorbereitet. Zielrichtung: „Die Erfassung und Strukturierung von Wissen ist immer noch eine Hürde, wir haben nicht die notwendige Informationsgranularität“, sagt der Siemens-Experte. Die Aufbereitung in kleine und vor allem passende Informationshappen ist wichtig bei AR, um die Anwender nicht mit Informationen zu belasten, die sie nicht brauchen. Unterstützung erhält Wohlgemuth von Professor Luis Encarnacao, dem Direktor des Fraunhofer Instituts für Graphische Datenverarbeitung (IGD): „Es ist noch einiges zu entwickeln, um die Schritte von Daten zu Information und von Information zu Wissen zu vervollständigen“, so Encarnacao.

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