Bayerischen Sparkassen erster Anwender in Deutschland
Code macht Überweisung sicherer

Der finnische Anbieter der Mobile-Banking-Lösung Meridea hat ein Verfahren entwickelt, mit der das Online-Banking sicherer werden soll.

HB DÜSSELDORF. Anstelle von Pin- und Tan-Nummern setzt das Unternehmen auf einen Autorisierungscode, der von einer Software, die vorher auf einem Handy installiert werden muss, entschlüsselt wird. Als erster Anwender in Deutschland bereitet die Softwaregesellschaft der bayerischen Sparkassen, IZB Soft, die Einführung des Tan-Generators bei den angeschlossen Bankinstituten vor.

Das Prinzip ist einfach: Wenn ein Kunde seine Überweisung von einem PC per Internet an die Bank sendet, schickt diese ihm – ebenfalls über die Internetseite – einen so genannten „Challenge Code“, eine zwölfstellige Nummer, der ausschließlich für die eingeleitete Transaktion gilt. Der Kunde tippt die Zahlenreihe in das Menüfeld auf seinem Mobiltelefon ein, das von der installierten Meridea-Software generiert wurde. Ist der Challenge-Code echt, sieht der Kunde die Details seiner vorbereiteten Überweisung auf dem Handydisplay: Informationen über den Überweisungsbetrag und die Kontonummer des Empfängers. Zusätzlich wird eine Pin-Nummer angezeigt, mit der der Bankkunde die Überweisung per Internet abschließen kann.

Stammt der eingegebene Challenge Code nicht von der Bank, erscheint auf dem Handy-Display ein Warnhinweis mit der Aufforderung, die Internetseite zu überprüfen. „Durch die Verwendung von zwei unabhängigen Geräten wird die Gefahr einer Manipulation durch Hacker weitgehend minimiert“, sagt Maximillian Dornseif, Sicherheitsexperte an der Uni Mannheim, der die Anwendung geprüft hat. Sein Argument: Es sei äußerst unwahrscheinlich, dass zwei Systeme gleichzeitig angegriffen würden.

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