Behandlung umfasste in Studie in der Regel vier Injektionen
Entzündungshemmende Proteine helfen bei Bandscheibenvorfall

Düsseldorfer Mediziner haben eine neue biotechnische Therapie des Bandscheibenvorfalls entwickelt. Bei der nicht- operativen Behandlung wurde den Patienten ein entzündungshemmendes Protein verabreicht. Die neue Methode stellte der Mediziner Peter Wehling auf dem Orthopädenkongress 2003 in Berlin vor.

bia DÜSSELDORF. Bei einem Bandscheibenvorfall kommt es durch die aus der „Fassung geratene“ Bandscheibe zur Ausschüttung von Zytokinen. Zytokine sind Botenstoffe des Immunsystems, die ursächlich an der Entstehung von Schmerzen und Nervenschädigungen beteiligt sind. Durch die lokale Therapie des Bandscheibenvorfalls mit einem biologischen Entzündungshemmstoff konnte ein bestimmter Botenstoff für die Zellen unschädlich gemacht werden.

Die Wissenschaftler behandelten in einer klinischen Studie 240 Patienten mit chronischen Rückenleiden, wie Bandscheibenvorfall und Wirbelsäulenverschleiß. „Insbesondere beim Bandscheibenvorfall konnten wir sehr gute Ergebnisse erzielen“, berichtete Wehling.

Die Behandlung umfasste in der Regel vier Injektionen. Sechs Wochen nach der Therapie gaben 60 % der Bandscheiben-Patienten eine Besserung der Beschwerden um 60 %, nach drei Monaten gar um 80 % an. „Das ist ein gutes Ergebnis, weil die Behandlung von chronischen Bandscheibenleiden sehr schwierig ist“, sagte der Orthopäde.

Bandscheibenvorfälle zählen zu den häufigsten Ursachen von Krankheit und Arbeitsunfähigkeit. Jeder zweite Rentenantrag wird heutzutage auf Grund von Bandscheibenerkrankungen gestellt.

Quelle: Handelsblatt

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