Bei optimalem Wetter gibt es Strom für 16 000 Haushalte
Auch Irland setzt auf Strom aus Wind

Am Donnerstag geht der irische Offshore-Windpark Arklow Bank in Betrieb. Und mit ihm ein Stück Hoffnung der gesamten Branche. Denn da es an Land immer weniger Standorte für Windräder gibt, zieht es die Betreiber verstärkt aufs offene Meer. Dort wehen zudem auch stärkere und gleichmäßigere Winde. Und das wiederum bedeutet höhere Erträge.

HB DÜSSELDORF. Einen Nachteil hat die Offshore-Windenergie allerdings: Sie ist rund 50 Prozent teurer als Windenergie an Land. Vor allem das Verlegen der Unterseekabel, die Projektplanung und das Abdichten der Maschinenhäuser ist deutlich aufwendiger. Die höheren Kosten können nur durch größere Leistung kompensiert werden.

Während die geladenen Gäste die Windräder in Arklow vom Boot aus bestaunen, wissen auch die Mitarbeiter im Kontrollraum im niedersächsischen Salzbergen sehr bald, ob sich der Tag gelohnt hat – im energetischen Sinne. An ihren Monitoren können sie sämtliche Daten jedes Windrades von General Electric abrufen. Weltweit sind das inzwischen rund 7 000. Sieben davon drehen sich im Windpark vor der irischen Ostküste. Erste Erfahrungen in Sachen Windkraft auf hoher See konnte der US-Konzern im schwedischen Utgrunden sammeln. Bereits 2002 wurden dort mehrere 1,5 Megawatt-Anlagen zu Testzwecken auf dem Meer errichtet.

Die gewonnenen Daten flossen auch in die Entwicklung der Windmühlen, die jetzt in Irland stehen. „Die 3,6-Megawatt-Turbinen wurden speziell für den Offshore-Einsatz entwickelt. Dabei wurde besonders auf den Korrosionsschutz sowie die Abdichtung Wert gelegt“, sagt GE-Fertigungsleiter Rainer Bröring. Bei gutem Wind liefern die sieben Mühlen 25,2 Megawatt. Guter Wind heißt dreizehn Meter in der Sekunde, nur dann bringen sie ihre Nennleistung von 3,6 Megawatt und versorgen rund 16 000 Haushalte.

Entwickelt und gefertigt wurde die Windturbine in Salzbergen. Mit ihrem Gesamtgewicht von 290 Tonnen und der Größe eines Einfamilienhauses musste die Gondel in Modulen zum Hafen in Rosslare gebracht werden und konnte erst dort montiert werden.

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