Forschung + Innovation
Benzol sogar noch gefährlicher als angenommen

Ein in Industrie und Alltag weit verbreiteter Stoff, Benzol, ist nach jüngsten Erkenntnissen noch giftiger als angenommen. Das lässt sich aus einer Studie ableiten, die das Wissenschaftsjournal „Science“ (Bd. 306, S. 1 774) vom Freitag veröffentlicht.

dpa WASHINGTON. Ein in Industrie und Alltag weit verbreiteter Stoff, Benzol, ist nach jüngsten Erkenntnissen noch giftiger als angenommen. Das lässt sich aus einer Studie ableiten, die das Wissenschaftsjournal „Science“ (Bd. 306, S. 1 774) vom Freitag veröffentlicht.

Die Forscher fanden selbst bei der Benzolbelastung unter einem Teil pro eine Million (ein ppm) deutlich nachweisbare Schäden an Blut- und Knochenmarkszellen. Die Studie enthüllte auch, dass Menschen mit zwei bestimmten Erbgutveränderungen noch stärker auf Benzol reagieren als andere.

Benzol ist ein aromatischer Kohlenwasserstoff, der in Benzin und Autoabgasen, Zigarettenrauch, Lösungsmitteln sowie Tonern von Laserdruckern und Kopierer vorkommt. Besonders stark sind ihm Beschäftigte in der Öl- und Schifffahrtsindustrie, in Autowerkstätten und Tankstellen sowie in der Schuhindustrie ausgesetzt. Benzol ist seit längerem als eine Ursache des Blutkrebses Leukämie bekannt.

Ein Forscherteam um Qing Lan vom Krebsinstitut der US-Nationalen Gesundheitsforschungsinstitute (NIH) in Bethesda bei Washington untersuchte 250 Arbeiterinnen aus einer Schuhfabrik in China, die benzolhaltigen Lösungsmitteln ausgesetzt sind. Ihre Blutwerte wurden mit denen von 140 Kontrollpersonen verglichen, die nicht mit Benzol am Arbeitsplatz in Kontakt kamen.

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