Forschung + Innovation
Bepflanzte Küsten schützen vor Tsunami-Wellen

Küstenstreifen, die mit Bäumen bewachsen sind, bieten für dahinter liegende Ortschaften wirksamen Schutz vor Flutwellen.

dpa KOPENHAGEN. Küstenstreifen, die mit Bäumen bewachsen sind, bieten für dahinter liegende Ortschaften wirksamen Schutz vor Flutwellen. Das berichtet ein Forscherteam der Universität Kopenhagen und der Nordischen Agentur für Entwicklung und Ökologie (Nordeco) um Finn Danielsen im Wissenschaftsjournal „Science“ (Bd. 310, S. 643).

Die Forscher untersuchten nach dem Tsunami einen betroffenen 21 Kilometer langen Küstenstreifen in Südostindien. Die Katastrophe hatte am 26. Dezember 2004 mehr als 225 000 Menschleben in Südostasien gekostet.

Teile dieses Küstenstreifens hatten zur Zeit der Flutwelle einen Mangrovensaum. Diese wurden mit den abgeholzten Regionen verglichen. „Die Dörfer hinter den Bäumen wiesen deutlich weniger Zerstörung durch die Tsunami-Wellen auf als Dörfer in ungeschützten Bereichen“, sagte Danielsen. Anscheinend absorbierten die Bäume einen Teil der von der Flutwelle freigesetzten Energie, die andernfalls die dahinter liegenden Orte getroffen hätte. Die untersuchte Region sei allerdings nicht die am stärksten von den Wassermassen betroffene gewesen. Es sei unklar, ob Küstenbepflanzung die „furchtbare Zerstörung“ in Indonesien hätte abschwächen können.

Mangroven sind aus Sicht der Forscher eine der weltweit am stärksten bedrohten, tropischen Ökosysteme. „Bestandsschutz und Neubepflanzung der Küsten mit Mangroven könnte helfen, bewohnte Gegenden vor künftigen Stürmen und Tsunamis zu schützen“, sagte Danielsen.

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