Bertelsmann-Studie befragt Surfer
Nutzer wissen nur wenig über Suchmaschinen

Eigentlich ist es nicht erstaunlich: Eine Bertelsmann-Studie belegt, dass Google bei Suchmaschinen inzwischen fast eine Monopolstellung besitzt.

bia DÜSSELDORF. Suchmaschinen sind eine einflussreiche Instanz im Internet: Was sie nicht finden, bleibt vielen verborgen. Die Bertelsmann Stiftung hat nun in einer Studie die Qualität und Nutzung der Suchmaschinen untersucht. Das Ergebnis: Die meisten Internetnutzer ziehen lediglich eine Suchmaschine zu Rate, die wenigsten wollen eine zweite Quelle. Nur wenige Anwender wissen zudem, wie die Rankings zu Stande kommen oder wie sich Suchmaschinen finanzieren.

Die Verbreitung der Suchmaschinen ist enorm: Mehr als 90 % aller Internetnutzer verwenden die elektronischen Informationssortierer. „Die Qualität der Suchmaschinen“, sagt Marcel Machill, Journalistik- Professor an der Universität Leipzig, „entscheidet darüber, wie sich die Nutzer im Internet zurecht finden, wie sie sich informieren, und ob sie die Menge an Informationen überhaupt meistern können.“

Die Bertelsmann-Studie weist auf die Gefahr der Monopolstellung von Suchmaschinen hin. So wird der Marktführer Google von 69 % aller Suchmaschinennutzer bevorzugt verwendet. Dazu kommen zahlreiche Kooperationen mit anderen Suchmaschinen – zum Beispiel mit AOL und Yahoo –, die die Treffer von Google übernehmen. Ein weiteres Problem stellen die Rankings dar: Sie spiegeln nicht nur die Relevanz der gesuchten Webseiten wider, sondern enthalten zunehmend auch Suchergebnisse, die nichts mit der Suchanfrage zu tun haben.

Dieses „Spam“-Problem hat sich verschärft: 57 % der deutschen Suchmaschinenbetreiber registrierten im vergangenen Jahr eine starke Zunahme manipulierter Angaben, mit denen Webseiten-Anbieter Top-Platzierungen erzielen. Besonders problematisch: Kinder werden mit jugendgefährdenden Inhalten konfrontiert, auch wenn sie danach nicht gesucht haben.

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