Besondere Vorsicht
Nasa sorgt sich um Raumfähre „Endeavour“

Ein kleines Loch im Hitzeschutzschild der Raumfähre „Endeavour“ bereitet der Nasa Kopfzerbrechen. Sollte der Schaden als Sicherheitsproblem eingestuft werden, müssen die Astronauten das Hitzeschild des Orbiters bei einem Außeneinsatz flicken.

HB HOUSTON. Wie die US-Raumfahrtbehörde am Freitag mitteilte, wurde das Loch im Hitzeschild an der Unterseite des Orbiter auf Fotos entdeckt, die beim Andocken an die Internationale Raumstation ISS gemacht wurden. Möglicherweise habe beim Start Eis auf dem Treibstofftank des Shuttle den Schaden ausgelöst.

Nasa-Einsatzleiter John Shannon sagte, die Astronauten würden den Schaden bei einem Außeneinsatz beheben, sollte das Leck als Sicherheitsrisiko eingeschätzt werden. Es habe bei früheren Einsätzen allerdings schon größere Schäden an den Hitzeschutzkacheln gegeben, und dennoch seien die Fähren sicher zur Erde zurückgekehrt, sagte Shannon. Die Nasa ist jedoch auf besondere Vorsicht bedacht, seit das Shuttle „Columbia“ 2003 beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre verglühte.

Die „Endeavour“ soll bis zu 14 Tage im All bleiben. Sie liefert Baumaterial, Ausrüstung und Verpflegung. Zu der siebenköpfigen Besatzung gehört auch die ehemalige Lehrerin Barbara Morgan, die für einen Flug mit dem 1986 verunglückten Shuttle „Challenger“ ausgebildet worden war.

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