Beste Beobachtungszeit
Teil-Sonnenfinsternis über Europa

Sonnenfinsternis in der Mittagspause: Zur besten Beobachtungszeit verdunkelt der Mond an diesem Mittwoch die Sonne. Bei gutem Wetter ist das Himmelsschauspiel in Mitteleuropa etwa zwischen 12 Uhr und 14 Uhr als Teilfinsternis zu sehen, bei der die Sonnenscheibe nur teilweise verdeckt wird.

dpa STUTTGART/BOCHUM. Nur in einem schmalen Streifen in Nordafrika, der Türkei und Zentralasien können Beobachter eine totale Sonnenfinsternis erleben, bei der es vollständig dunkel wird. Die Wetteraussichten sind für Beobachter in Deutschland allerdings eher schlecht. Wolkenfelder verdecken den Himmel über weiten Teilen des Landes. Augenärzte warnen vor schweren Augenschäden bei einer Beobachtung ohne spezielle Finsternisbrille.

Der Kernschatten des Mondes trifft die Erde zuerst in Ostbrasilien bei Sonnenaufgang. Die schmale Schattenzone der totalen Finsternis zieht sich über den Atlantik, Nordafrika, das Mittelmeer und die Türkei. Schließlich verlässt der Mondschatten die Erdoberfläche in der zentralasiatischen Steppe nahe der Nordgrenze der Mongolei.

Für die meisten Orte in Mitteleuropa beginnt das Schattenspiel gegen 11.45 Uhr, wenn der dunkle Neumondrand die Sonnenscheibe erstmals berührt. Etwa eine Stunde später wird der maximale Bedeckungsrad erreicht. Er nimmt von Nordwesten nach Südosten zu. In Wilhelmshaven werden 24 Prozent der Sonnenfläche vom Mond bedeckt, in Graz hingegen 45 Prozent. Für die meisten mitteleuropäischen Orte endet die partielle Phase zwischen 13.30 Uhr und 14.00 Uhr. In Aachen gibt der Mond um 13.34 Uhr die Sonne wieder frei, in Wien erst um 13.53 Uhr.

Experten warnen vor ungeschützten Blicken

Experten warnen bei ungeschützten Blicken in die Sonne vor Sehschäden bis hin zur Erblindung. Das Innenauge habe keine Schmerzrezeptoren, erläuterte die Techniker Krankenkasse in Bayern. Verletzungen dort würden deshalb erst bemerkt, wenn es zu spät sei. Wirksamen Schutz böten spezielle beim Optiker erhältliche Finsternisbrillen. Hausmittel wie gerußte Glasscherben, belichtete Fotofilme oder die übliche Sonnenbrille reichten keinesfalls aus.

Das Wetter könnte vielen Beobachtern in Deutschland allerdings ohnehin einen Strich durch die Rechnung machen. Nach Prognose der Meteorologen zieht am Mittwoch eine Kaltfront mit Regen und Regenschauern über den Norden und die Mitte Deutschlands hinweg. In den südlichen Landesteilen kommt es zwar nur zu einzelnen Schauern, aber auch dort werden Wolkenfelder den Himmel verdecken. Als Alternative überträgt die US-Raumfahrtbehörde Nasa das Himmelsspektakel unter www.nasa.gov/eclipse live im Internet.

Zuletzt war vor knapp sechs Monaten, am 3. Oktober 2005, eine Teil-Sonnenfinsternis über Mitteleuropa zu beobachten. Die nächste totale Sonnenfinsternis findet am 1. August 2008 statt, unter anderem über Sibirien. Von Deutschland aus wird das Ereignis wieder als Teilfinsternis erscheinen. Erst am 3. September 2081 wird auch von Deutschland aus wieder eine totale Sonnenfinsternis zu sehen sein.

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