Border-Collie hat Trefferquote eines dreijährigen Kindes
Hunde verstehen den Menschen

Der neunjährige Border-Collie versteht zumindest zum Teil die menschliche Sprache, das haben Forscher des Lepiziger Max-Planck-Instituts bewiesen. Für Hundesbesitzer ist dies vielleicht keine unglaublich neue Sensation, denn viele ahnen es schon lange. Aber dass Hunde die Sprache ihres Herrchen verstehen, ist nun wissenschaftlich untermauert.

BERLIN. „Atomstrom“ wie Loriots legendärer Trickfilmhund kann Border-Collie Rico zwar nicht sagen. Aber einen „Rotkohl“ könnte er nach Aufforderung auf Anhieb unter seinem Spielzeug finden - obwohl er das Wort Rotkohl zum ersten Mal hört.

Hundebesitzer, die kaum daran gezweifelt haben, dass ihr Hund sie aufs Wort versteht, sehen diese Ansicht nun auch wissenschaftlich belegt. Forscher vom Leipziger Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie präsentierten am Donnerstag in Berlin erstaunliche Ergebnisse ihrer dreijährigen Arbeit mit Rico. Die Studie wird im renommierten Fachjournal „Science“ (Bd. 304, S. 1682) vom Freitag veröffentlicht.

„Man muss nicht sprechen können, um viel zu verstehen“, resümierte Team-Leiterin Julia Fischer und bescheinigte Rico zudem, sich die neu erlernten Worte auch über längere Zeit merken zu können. „Diese kognitiven Fähigkeiten, die es einem Tier erlauben, eine Vielzahl von Klängen und Geräuschen richtig zu interpretieren, scheinen sich also unabhängig und viel früher als die Fähigkeit zum Sprechen entwickelt zu haben.“

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