Bund-Länder-Fachtagung in Berlin
Jeder vierte Studiengang mit Bachelor- und Masterabschluss

Jeder vierte der rund 1 200 Studiengänge an deutschen Hochschulen kann vom Sommersemester 2005 an mit dem international anerkannten Bachelor- oder Masterabschluss beendet werden. Dies teilte Bildungsstaatssekretär Wolf-Michael Catenhusen (SPD) am Donnerstag anlässlich einer Bund-Länder-Fachtagung in Berlin mit.

dpa BERLIN. Die Umstellung der Studienangebote auf das gestufte Abschlusssystem biete zugleich die Chance, Inhalte zu aktualisieren und die Studienstruktur gründlich zu reformieren. Erfreulich sei, dass bei Studierenden wie Arbeitgebern die Akzeptanz der neuen Studiengänge deutlich gewachsen sei, sagte Catenhusen. Dies werde auch mit dem Nationalen Umsetzungsbericht zum Bologna-Prozess belegt, der am Vortag vom Kabinett beschlossen wurde und dem Bundestag zugeleitet wird.

Bildungsminister aus 29 Staaten hatten 1999 in einer Erklärung in Bologna Ziele für die Vergleichbarkeit des Hochschulwesens in Europa festgelegt. Inzwischen beteiligen sich mehr als 40 Staaten weltweit an der Verwirklichung dieses Bologna-Prozesses.

Deutschland sei auf dem Weg zu einem gemeinsamen Europäischen Hochschulraum sehr weit vorangeschritten, unterstrichen Catenhusen wie der Länder-Vertreter auf der Tagung, der schleswig-holsteinische Bildungsstaatssekretär Hellmut Körner. Allerdings dürfe nicht verkannt werden, dass andere europäische Staaten bei der Umsetzung schon weiter seien. Auch der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, Peter Gaehtgens und die Vertreterin des studentischen Dachverbandes fzs, Christine Scholz, zogen gemeinsam eine positive Bilanz der bisherigen Umstellung. Die nächste internationale Bologna-Konferenz findet am 19./20. Mai im norwegischen Bergen statt.

Die FDP-Bildungspolitikerin Ulrike Flach forderte dagegen eine schnellere Umsetzung der Bologna-Erklärung. Vorn allem bei den technischen und ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen müsse das Tempo erhöht werden.

Die im Aufbau befindliche Elitehochschule der deutschen Wirtschaft für Nachwuchsmanager bietet ab nächstem Jahr ein Vollzeitstudium zum Master of Business Administration (MBA) an. Das gab die Leitung der European School of Management and Technology am Donnerstag in München bekannt. Das einjährige Aufbaustudium nach angloamerikanischem Vorbild soll die Studenten auf Führungsaufgaben vorbereiten.

Das MBA-Studium kostet 50 000 Euro. Die Gründerunternehmen wollen qualifizierte, aber nicht ausreichend zahlungskräftige Studenten mit Stipendien unterstützen. Die Schule wurde 2002 von 25 deutschen Unternehmen und Verbänden gegründet. Hauptsitz ist Berlin, Filialen wurden in München und Köln eingerichtet.

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