Forschung + Innovation
Bundesstiftung Umwelt will Bienensterben bekämpfen

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (Osnabrück) hat gemeinsam mit Zoologen der Universität Halle-Wittenberg und Bienenkundlern aus Brandenburg dem Bienensterben den Kampf angesagt.

dpa OSNABRÜCK. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (Osnabrück) hat gemeinsam mit Zoologen der Universität Halle-Wittenberg und Bienenkundlern aus Brandenburg dem Bienensterben den Kampf angesagt.

Ziel einer gemeinsamen, mit knapp einer halben Million Euro von der Stiftung geförderten Studie sei es, Bienenvölker zu züchten, die gegen die aus Asien eingeschleppte Varroa-Milbe resistent sind, teilte die Stiftung am Dienstag mit. Die Milbe habe im vorigen Jahr mit 270 000 Völkern rund 30 % des Honigbienenbestandes in Deutschland vernichtet. Der volkswirtschaftliche Wert der Bienen als Honigproduzenten liege in Deutschland bei 2,2 Milliaren Euro pro Jahr.

Die Blut saugende Milbe überträgt Bakterien und Viren auf die Bienen und tötet die Nutztiere auf diese Weise. Bisher gebieten die Imker der Varroa-Milbe mit Schädlingsbekämpfungsmitteln Einhalt. Die „chemische Keule“ werde aber mit zunehmender Dauer ihres Einsatzes immer wirkungsloser, weil sich die Schädlinge an das Gift gewöhnten, teilte die Stiftung weiter mit. Außerdem belaste die Substanz die Umwelt und könne sogar Rückstände in Nahrungsmitteln hinterlassen.

Die Forscher von der Universität Halle-Wittenberg und vom Länderinstitut Hohen Neuendorf (Brandenburg) wollen nun Bienenvölker auswählen und gezielt zur Zucht einsetzen, die den Befall mit der Varroa-Milbe relativ unbeschadet überstehen.

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