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„Cassini“ lauscht „schaurigem“ Heulen vom Saturn

Die Raumsonde „Cassini“ hat ein „schauriges“ Heulen vom Ringplaneten Saturn aufgenommen. Die Töne klängen wie von einem „Halloween-Soundtrack“, berichtete die Universität von Iowa (Iowa City). Ursprung sind Radiowellen, die mit Polarlichtern in der Saturn-Atmosphäre verknüpft sind.

dpa IOWA CITY. Die Raumsonde „Cassini“ hat ein „schauriges“ Heulen vom Ringplaneten Saturn aufgenommen. Die Töne klängen wie von einem „Halloween-Soundtrack“, berichtete die Universität von Iowa (Iowa City). Ursprung sind Radiowellen, die mit Polarlichtern in der Saturn-Atmosphäre verknüpft sind.

Dasselbe Phänomen kennen Forscher auch von der Erde. Eine detaillierte Erklärung für die Entstehung dieser Radiowellen gibt es jedoch noch nicht. Von den Saturnaufnahmen erhoffen sich die Astronomen nun neue Erkenntnisse.

„Es ist verblüffend, dass die Radio-Emissionen von Erde und Saturn so ähnlich klingen“, sagte Don Gurnett von der Universität von Iowa, der 1979 die Radiowellen der Erde entdeckt hatte. „Wir glauben, dass die wechselnden Frequenzen mit kleinen Quellen von Radiowellen zusammenhängen, die sich entlang der Magnetfeldlinien des Saturn auf und ab bewegen“, erläuterte Gurnetts Kollege Bill Kurth.

Als Radiowellen bezeichnen Physiker elektromagnetische Strahlung mit einer kleineren Frequenz als Mikrowellenstrahlung. Sie kann auf natürliche Weise entstehen, wenn elektrisch geladene Teilchen beschleunigt werden. Die Forscher haben die Radiowellen von Erde und Saturn zunächst in Töne übersetzt, um sie hörbar zu machen.

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