Cassini-Projekt
„Boiler“ im Saturn-Mond Enceladus

Amerikanische und europäische Wissenschaftler beim gemeinsam betriebenen Weltraumprojekt Cassini Huygens haben eine mysteriöse Aktivität an dem nur aus Wasser-Eis bestehenden Saturn- Mond Enceladus entdeckt.

dpa LONDON. Vom Südpol dieses Mondes, der einen Durchmesser von nur 500 Kilometern hat, schleudere eine Art interner „Dampfkochtopf“ pro Sekunde eine halbe Tonne Gas und Eispartikel in die Höhe, berichteten Experten am Dienstag bei einer Konferenz über Erfahrungen mit diesem ersten Gemeinschaftsprojekt in Cambridge (Großbritannien).

Außerdem wurden in der eisigen Oberfläche des mehr als 238 000 Kilometer vom Planeten Saturn entfernten Mondes Spalten entdeckt. Die Fachleute gaben diesen Erscheinungen auf dem Saturn-Mond den Namen „Tiger-Streifen“. Woher die Energie stammt, die für die Eruptionen und für die Spalten im Eis des Mondes verantwortlich ist, können die Wissenschaftler derzeit noch nicht sagen. Sie haben auch noch keine Erklärung, warum die Eruption nur am Südpol geschieht. Sie gehen aber davon aus, dass die hoch geschleuderte Materie für den äußersten Ring um den Saturn, den so genannten E-Ring, verantwortlich ist.

Das Gemeinschaftsprojekt Cassini ist von den Wissenschaftlern aus Europa und den USA übereinstimmend als großer Erfolg gewürdigt worden. „Wir sollten so etwas unbedingt wieder tun“, empfahl in Cambridge Robert Brown von der Universität von Arizona. Nach seiner Ansicht ist es an der Zeit, dass die USA und Europa ein weiteres wichtiges Weltraumprojekt gemeinschaftlich in Angriff nehmen.

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