Chandrayaan-1 auf dem Weg zum Mond
Indiens erste Mondsonde gestartet

Indien hat seine Reise zum Mond begonnen: Mit dem erfolgreichen Start der Sonde Chandrayaan-1 ist das Land endgültig im Kreis der Raumfahrtnationen angekommen. Und die indische Weltraumbehörde hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt.

HB NEU-DELHI. Indien hat am Mittwoch seine erste Mondmission gestartet. Vom Raumfahrtzentrum Sriharikota hob eine Rakete mit der 1 400 Kilogramm schweren Sonde „Chandrayaan-1“ ab. Sie soll zwei Jahre lang die Oberfläche des Trabanten erforschen.

„Der Start verläuft normal“, erklärte die Bodenstation, als die Rakete durch die dichte Wolkendecke über dem Startgelände aus der Sicht der Forscher verschwand. „Das ist ein historischer Moment für Indien“, sagte der Leiter der indischen Weltraumforschung, G. Madhavan Nair. „Wir haben unsere Reise zum Mond begonnen, und der erste Abschnitt verlief perfekt.“ Er hoffe, dass diese Mission einige Geheimnisse des Mondes lüften werde.

Die Sonde soll den Mond zwei Jahre lang in 100 Kilometern Höhe umkreisen und unter anderem nach Wasser suchen. Sie soll außerdem helfen, Gesteine und Mineralien im Mondboden exakt zu erfassen. An Bord sind elf Instrumente aus Indien, den USA und Europa.

Mit der geplanten Erfassung der gesamten Mondoberfläche durch Chandrayaan-1 könnten die Karten vom Mond endlich auf einen aktuellen Stand gebracht werden. Was es derzeit an Material gibt, ist rund 40 Jahre alt und stammt noch vom Beginn der Raumfahrtära, wie Nasa-Manager Scott Pace erklärte. „Wir haben keine richtig modernen Karten vom Mond“, sagte Pace. „Die Qualität der Karten vom Mars ist wohl besser als die vom Mond.“

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