„Chang'e 3“

China will Samstag auf dem Mond landen

Es ist das bislang größte unbemannte Raumfahrtabenteuer Chinas. An diesem Samstag soll erstmals ein chinesisches Raumschiff auf dem Mond landen. Offiziell wird der Zeitpunkt noch geheim gehalten.
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Der Start von Chinas Raumschiff „Chang'e 3“ am 02. Dezember 2013. Am Samstag soll es auf dem Mond landen. Quelle: dpa

Der Start von Chinas Raumschiff „Chang'e 3“ am 02. Dezember 2013. Am Samstag soll es auf dem Mond landen.

(Foto: dpa)

PekingChina plant seine erste Mondlandung an diesem Samstag. Wie die Nachrichtenagentur dpa am Freitag in Peking aus informierten chinesischen Kreisen erfuhr, soll das Raumschiff „Chang'e 3“ etwa um 21.10 Ortszeit (14.10 Uhr MEZ) mit dem rund zehnminütigen Manöver zur Landung in der „Bucht der Regenbogen“ (Sinus Iridum) beginnen. Der Landeplatz gilt als eine der schönsten Mondlandschaften. Nach den USA und der früheren Sowjetunion würde China damit die dritte Nation, die eine Mondlandung unternommen hat. Offiziell ist der Landetermin noch nicht bekanntgegeben worden.

Zuletzt hatte die Sowjetunion vor 37 Jahren im August 1976 mit „Luna 24“ eine Mondlandung unternommen. „Chang'e 3“ fliegt derzeit in einer elliptischen Umlaufbahn um den Mond und kommt an der kürzesten Stelle bis auf 15 Kilometer an die Oberfläche heran. Das Raumschiff ist nach der chinesischen Mondfee „Chang'e“ benannt, die der Legende nach mit einem weißen Hasen auf dem Mond hockt. In einer Onlineumfrage hatten drei Millionen Chinesen das Mondfahrzeug der Überlieferung entsprechend „Jadehase“ (Yutu) genannt.

Bilder vom Leben auf dem Mond
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Die dauerhafte Präsenz des Menschen auf dem Mond ist ein Thema, das nicht erst seit den Tagen der ersten Mondlandung die Phantasie vieler Menschen beschäftigt. Hier ein paar Visionen, wie das Leben auf dem Erdtrabanten aussehen könnte.

Foto: Nasa

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Dieser ältere Entwurf von Experten der US-Weltraumbehörde Nasa ähnelt in seinem modularen Aufbau der Raumstation ISS. Die einzelnen Elemente der Station bestehen aus standardisierten Bauteilen, die nach und nach zur endgültigen Raumstation zusammengesetzt werden.

Foto. Nasa

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Mit dem Lunarmobil zum Außenposten - so sieht es ein moderner Entwurf der Nasa vor.

Foto: Nasa

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Als Standort kämen die südliche Polregion des Erdtrabanten infrage, eine Region, die ausreichend Sonnenenergie erhält, um die Stromversorgung der Station zu gewährleisten.

Foto: Nasa

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Für den Unterhalt der Station müssten mittelfristig Bodenschätze vor Ort gefördert werden. Gerade hier sehen Kritiker einer dauerhaften Mondstation eines der größten Probleme.

Foto: Nasa

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Fernziel der Nasa-Vordenker: der Mars. Eine permanente Mondstation böte gute Voraussetzung für die Vorbereitung eines Flugs zum Roten Planeten.

Foto: Nasa

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Als Ergänzung zu einer festen Station beschäftigen sich Raumfahrtingenieure auch mit Modellen für Mobilität auf dem Mond. Dieses Modell eines Mondrovers böte Platz für vier Personen und genügend Ressourcen für eine bis zu zweiwöchige Mission.

Foto: Nasa

Der 140 Kilogramm schwere, sechsrädrige Rover soll drei Monate lang die Oberfläche des Erdtrabanten erkunden. Erst bei künftigen Mondflügen bis 2017 ist auch eine Rückkehr mit Gesteinsproben zur Erde geplant. „Chang'e 3“ war am 2. Dezember vom Raumfahrtbahnhof in Xichang in der Provinz Sichuan zu seiner Reise gestartet. Die Mondlandung gilt unter Experten als das bislang schwierigste unbemannte Vorhaben des ehrgeizigen chinesischen Raumfahrtprogramms. Mehr als 80 Prozent der benötigten Technologie wird zum ersten Mal eingesetzt.

„Chang'e 3“ wird anders als frühere Mondfähren der USA und der Sowjetunion etwa 100 Meter über der Oberfläche schweben können, um Hindernissen ausweichen und den geeigneten Landeplatz aussuchen zu können, wie chinesische Experten schilderten. Das vierbeinige Raumschiff ist mit präzisen und schnell reagierenden Sensoren ausgestattet, um Bewegung und Umgebung zu analysieren.

Ehrgeiziges Raumfahrtprogramm
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