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China dementiert Vogelgrippe bei Schweinen

China hat am Montag Berichte über die Infektion von Schweinen mit dem Vogelgrippevirus H5n1 in diesem Jahr dementiert. Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums seien nur 2003 derartige Infektionen festgestellt worden, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua.

dpa PEKING/KUALA LUMPUR. China hat am Montag Berichte über die Infektion von Schweinen mit dem Vogelgrippevirus H5n1 in diesem Jahr dementiert. Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums seien nur 2003 derartige Infektionen festgestellt worden, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua.

Das Ministerium widersprach damit Tierärzten, die auf einer internationalen Fachtagung in Peking von aktuellen Infektionen mit dem Erreger H5n1 bei Schweinen auf Höfen im Süden des Landes berichtet hatten. Unterdessen äußerte sich die Weltgesundheitsorganisation (WHO) besorgt zu möglichen Infektionen von Schweinen mit dem aggressiven Vogelgrippevirus. Schweine können sich gleichzeitig mit Menschen- und Vogelgrippeviren infizieren und gelten daher als „Mischgefäß“ von beiden. Experten befürchten, dass ein Mischvirus eine weltweite schwere Grippewelle auslösen könnte.

Es sei denkbar, dass Schweine zu einem neuen Wirt für den Erreger werden könnten, sagte der WHO-Direktor für die Region West-Pazifik, Shigeru Omi, am Montag auf der nordmalaysischen Insel Penang. Er rief alle von der Geflügelpest betroffenen Länder zu verstärkter Wachsamkeit auf, warnte zugleich aber vor Panik wegen der Tierseuche.

Dem gefährlichen Virustyp H5n1 sind in diesem Jahr in Asien mindestens 27 Menschen zum Opfer gefallen, 19 in Vietnam und acht in Thailand. Rund 100 Mill. Stück Geflügel starben oder wurden vorsorglich getötet. Nach einer ersten Vogelgrippe-Welle im ersten Quartal meldeten vor wenigen Wochen Vietnam, Thailand, China und Indonesien neuerliche Ausbrüche der Tierseuche.

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