Forschung + Innovation
Clement will Stammzellenforschung erleichtern

Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) tritt für eine Lockerung des strengen deutschen Rechts für die Forschung mit embryonalen Stammzellen ein. Durch die derzeitigen Grenzen sei „auf Dauer eine Forschung auf Höhe der Zeit nicht möglich, weil deutsche Wissenschaftler keine eigenen Stammzellenkulturen aufbauen dürfen“, sagte Clement der „Süddeutschen Zeitung“.

dpa BERLIN. Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) tritt für eine Lockerung des strengen deutschen Rechts für die Forschung mit embryonalen Stammzellen ein. Durch die derzeitigen Grenzen sei „auf Dauer eine Forschung auf Höhe der Zeit nicht möglich, weil deutsche Wissenschaftler keine eigenen Stammzellenkulturen aufbauen dürfen“, sagte Clement der „Süddeutschen Zeitung“.

Die Menschen würden älter und damit träten Krankheiten in immer größerer Zahl auf, die bekämpft werden müssten. „Es ist doch auch eine ethische Frage, ob ich die Chancen auslote, schreckliche Krankheitsschicksale von Menschen abzuwenden. Der heutige Zustand könnte inhuman werden“, sagte Clement. „In Belgien haben die Forscher großen Spielraum, in den Niederlanden auch. Wir müssen Acht geben, dass wir nicht neue, gewissermaßen ethische Grenzen zwischen unseren Länder ziehen.“ Nach deutschem Recht dürfen in Ausnahmefällen für Forschungszwecke nur vor dem 1. Januar 2002 durch künstliche Befruchtung gewonnene und in Labors in Kulturen gelagerte Stammzellen importiert werden.

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