Columbia-Katastrophe: Feuerball über Texas

Columbia-Katastrophe
Feuerball über Texas

Vor zehn Jahren zerbrach die Raumfähre Columbia beim Landeanflug und riss sieben Astronauten in den Tod. Eines der größten Desaster der Raumfahrtgeschichte und ein Tag, der die US-Raumfahrt für immer veränderte.
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DüsseldorfDer Himmel über dem US-Bundesstaat Texas ist strahlend blau an jenem Morgen des 1. Februar 2003, als das Unvorstellbare geschieht: 16 Minuten vor der Landung zerbricht die Raumfähre „Columbia“ und verglüht in rund 60 Kilometer Höhe. Die sieben Astronauten an Bord sind sofort tot. Im Kontrollzentrum in Florida, wohin um 8:59 Uhr Ortszeit die letzten unverständlichen Worte aus der „Columbia“ übermittelt worden waren, herrscht blankes Entsetzen.

Die Familien der „Columbia“-Astronauten warteten an jenem Februarmorgen am Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida auf die Rückkehr ihrer Liebsten. Als gegen 9.00 Uhr eigentlich die Gongschläge erwartet wurden, die sonst die unmittelbar bevorstehende Landung eines Raumschiffes ankündigten, regnete es bereits weiß glühende Metallstücke auf Texas und Louisiana.

Wie eine Untersuchungskommission später ermittelte, war es schon beim Start der Unglücksmission „STS-107“ zu einem Zwischenfall gekommen, der das Desaster beim Landeversuch unausweichlich machte. Ein Stück Schaumstoff-Isolierung vom Tank der Raumfähre brach ab und schlug ein Loch in die Vorderkante des linken Flügels.

Wissenschaftler der Nasa hatten das zwar bemerkt, aber das Ausmaß des Schadens wohl unterschätzt. Eine Notfall-Rettungsmission wäre wahrscheinlich möglich gewesen, ergaben spätere Untersuchungen. Doch die Nasa unternahm nichts.

Der Isolierschaum hatte den Hitzeschutz der Raumfähre beschädigt. Beim Eintritt in die Erdatmosphäre fielen deshalb zunächst die Instrumente im linken Flügel wegen Überhitzung aus. Die „Columbia“ geriet ins Taumeln, wurde unkontrollierbar und zerbrach schließlich. Die sieben Astronauten - fünf Amerikaner, eine Inderin und der erste Israeli im All - hatten keine Chance, sich zu schützen, und waren innerhalb von Sekunden tot.

Die „Columbia“ war nicht irgendeine Raumfähre - sie war die erste, der Grundstein einer Flotte nationaler Ikonen. Am 12. April 1981 hob sie erstmals vom Startplatz des Kennedy Space Centers im Bundesstaat Florida ab. Auf „STS-1“, so der Codename der ersten Mission, folgten in einer 30 Jahre dauernden Space Shuttle-Ära vier weitere Raumfähren. Sie brachten es zusammen auf mehr als 1300 Tage im All bei insgesamt 134 Flügen - den letzten absolvierte das Columbia-Schwesterschiff „Atlantis“ im Juli 2011.

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Ein nicht eingelöstes Versprechen

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