Computerbauer und Hausgerätehersteller entwickeln Konzepte für eine nachhaltige Produktion
PCs werden umweltfreundlicher

Jetzt wird es für die Hersteller von Computern, Fernsehern, Waschmaschinen oder Mikrowellen ernst. Viele Produzenten von Elektro- und Elektronikgeräten haben in der Vergangenheit gerne über eine umweltverträgliche Produktion geredet, jetzt müssen sie ihre Ideen in die Tat umsetzen.

DÜSSELDORF. Denn die Umweltpolitiker der EU zwingen die Unternehmen künftig mehr auf die Nachhaltigkeit ihrer Produkte zu achten und schon bei der Konzeption neuer Produkte die Wiederverwendung, das Recycling oder eine möglichst umweltfreundliche Beseitigung im Blick zu haben.

Die Hersteller geraten durch eine neue EU-Richtlinie unter Druck, die zwar erst Mitte 2006 in Kraft tritt, aber schon heute dafür sorgt, dass sich vor allem Firmen aus der IT-Industrie mit ihren Konsequenzen auseinander setzen müssen. Denn eine Umstellung der Produktion braucht Zeit. Wenn in zwei Jahren die Verwendung von Blei, Quecksilber, Cadmium, Chrom VI und bromhaltigen Flammschutzmitteln in Elektro- und Elektronikgeräten verboten ist, dann müssen die Hersteller frühzeitig nach Alternativen suchen.

„Bei uns geht es zurzeit vor allem um die Vermeidung von Blei“, sagt Reinhard Höhn, verantwortlich für Umweltangelegenheiten und Produktsicherheit bei IBM Europa. Der Computerbauer erprobt dafür neue Materialien und Verfahren.

Doch nicht alle Ideen führen zum Ziel. So hat IBM versucht, den Kunststoff in den Computergehäusen durch Lignin – eine Substanz, die in Holz enthalten ist – zu ersetzen. Mit mäßigem Erfolg, denn um die Brandschutzvorschriften zu erfüllen, müssen dem Material Flammhemmer zugesetzt werden. „Das ist jedoch unter dem Blickwinkel der Umweltverträglichkeit nicht sinnvoll. Wir setzen daher heute wieder mehr auf Metallgehäuse, die zu 100 Prozent recyclingfähig sind“, erläutert der IBM-Umweltexperte Höhn.

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