Computertomograf wird entscheidend ergänzt
Kombigerät entdeckt kleinste Tumore

Da die Positronen-Emissions-Tomografie (PET) im Gegensatz zur Computertomografie (CT) keine anatomischen Informationen liefert, können vielfach nur Spezialisten Gewebeveränderungen genau lokalisieren. Durch Kombination des PET mit dem CT wird dieses Manko ausgeglichen.

DÜSSELDORF. Bildgebende Verfahren haben die Krebsdiagnose deutlich verbessert. So gelingt es mit Hilfe der Positronen-Emissions-Tomografie (PET), sogar kleinste Tumore im Körper zu entdecken. Allerdings hat die PET einen großen Nachteil: Da sie im Gegensatz zur Computertomografie (CT) keine anatomischen Informationen liefert, können vielfach nur Spezialisten die mit ihr nachgewiesenen Gewebeveränderungen genau lokalisieren. Durch Kombination des PET mit dem CT wird dieses Manko ausgeglichen. Die Gerätehersteller hoffen nun, dass dieses nuklearmedizinische Diagnoseverfahren häufiger genutzt wird.

„Durch das hochauflösende scharfe CT-Bild können die durch die PET-Untersuchung sichtbar gemachten Stoffwechselanomalien den Organen im Körper genauer zugeordnet und dadurch besser lokalisiert werden“, sagt Peggy Fostitsch, Nuklearmedizinerin bei Radprax, einer radiologischen Praxis in Wuppertal, die vor wenigen Wochen ein CT mit einem PET kombiniert hat.

Die nuklearmedizinische Praxis hatte bereits vor Jahren ein PET-Gerät angeschafft; das Diagnoseverfahren fand aber bei den überweisenden Ärzten wenig Interesse. „Das lag vor allem daran, dass viele Kollegen Schwierigkeiten bei der Interpretation des Befundes hatten“, sagt Fostitsch. Mit dem neuen PET/CT hoffen die Wuppertaler nun eine bessere Resonanz zu erzielen.

Das neue PET/CT ist aber nicht nur eine Kombination herkömmlicher Technik. Neben der Computertomografie, die inzwischen eine wesentlich höhere Auflösung erzielt, ist auch die Positronen-Emissions-Tomografie weiterentwickelt worden. Die Geräte arbeiten wesentlich schneller und machen die PET-Untersuchung für die Patienten wesentlich erträglicher.

„Müssen Patienten bei älteren Geräten über 60 Minuten stillliegen, ist die Untersuchung mit modernen PET heute nach 20 bis 30 Minuten abgeschlossen“, sagt Uwe Haberkorn, Professor für Nuklearmedizin an der Universität Heidelberg.

Mit dem nuklearmedizinischen Verfahren können Stoffwechselvorgänge und Zellfunktionen im menschlichen Körper sichtbar gemacht werden. Dazu werden dem Patienten geringe Mengen schwach radioaktiver Arzneimittel von kurzer Halbwertszeit – so genannte Radiopharmaka oder auch Tracer – in die Blutbahn injiziert. Die Substanzen reichern sich in dem zu untersuchenden Organ oder in bestimmten Gewebearten an. Die beim Zerfall ausgesendete radioaktive Strahlung – dabei handelt es sich um Positronen – wird von einem Detektor aufgenommen und zeigt, wie die radioaktiv markierte Substanz im Körper umgesetzt wird.

Seite 1:

Kombigerät entdeckt kleinste Tumore

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%