Forschung + Innovation
Das älteste Auto der Welt soll bald wieder fahren

Das wohl älteste fahrbereite Automobil der Welt, der Marcus-Wagen, soll bald wieder fahren. Der Wagen, den der Erfinder Siegfried Marcus zwischen 1 875 und 1 888 konstruierte, steht heute jedoch unter Denkmalschutz.

dpa WIEN. Das wohl älteste fahrbereite Automobil der Welt, der Marcus-Wagen, soll bald wieder fahren. Der Wagen, den der Erfinder Siegfried Marcus zwischen 1 875 und 1 888 konstruierte, steht heute jedoch unter Denkmalschutz.

Deshalb arbeitet das Technische Museum Wien, das das Fahrzeug seit 1915 beherbergt, nun an einem Nachbau und will ihn nach eigenen Angaben noch in diesem Jahr testen. Der Marcus-Wagen, der sich im Besitz des österreichischen Automobilclubs ÖAmtc befindet, ist einer der direkten Vorläufer des modernen Automobils. Marcus war der Erste, der ein Automobil mit einem Benzinmotor antrieb. Als besonders fortschrittlich galten Ende des 19. Jahrhunderts die magnetelektrische Zündung und der Bürstenvergaser des Marcus-Wagens.

Mit 0,75 PS brachte es das Gefährt auf eine Höchstgeschwindigkeit von sechs bis acht Stundenkilometern. Der Fahrer musste mit einer Hand permanent die Kupplung ziehen und mit der anderen Hand lenken und das Gemisch im Motor regulieren.

Das Technische Museum, das das Gefährt jetzt vorstellte, baut den Marcus-Wagen in seinen eigenen Werkstätten nach und arbeitet dabei mit der Wiener Schule der Technik TGM und der Firma Adast zusammen, die schon den original Marcus-Wagen herstellte. „Beim Nachbau werden wir auch testen, was man mit kleinen Änderungen verbessern kann“, sagt Gerhard Schaukal, der im Technischen Museum für die Fahrzeuge zuständig ist. Man wolle herausfinden, wie nah Marcus dem Stand der Technik seiner Konkurrenten gekommen sei, die ihm später den Rang abliefen: Daimler und Benz.

Siegfried Marcus wurde 1 831 in Malchin bei Schwerin (Mecklenburg) geboren. Er erlernte das Mechanikergewerbe in Hamburg und ging etwa 1 852 nach Wien, wo er bis zu seinem Lebensende blieb.

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