Debatte um Stammzellforschung
Zellen von Embryos sind unverzichtbar

Trotz des aktuellen Forschungserfolgs bei der künstlichen Erzeugung von Stammzellen streiten deutsche Politiker weiter um die Änderung der Gesetzlage hier zu Lande. Denn die Forschung mit embryonalen Stammzellen wird vorerst weitergehen – und hier sind deutsche Wissenschaftler meist nur Zuschauer.

BERLIN/WASHINGTON. Der jüngste Durchbruch bei der Entwicklung künstlicher Stammzellen wird die Verwendung von embryonalen Stammzellen vorerst nicht überflüssig machen. Darauf weist der Vizepräsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), Jörg Hacker, hin. Um die soeben in den USA und Japan entwickelten künstlichen Stammzellen weiter zu erforschen, „brauchen wir embryonale Stammzellen als eine Art Goldstandard zum Vergleich“, sagte er dem Handelsblatt. Deshalb sei es nach wie vor dringend nötig, dass die deutsche Politik endlich den Import neuer Stammzelllinien erlaube, bekräftigt Hacker die Forderung der DFG.

„Das Problem besteht fort“, sagte Hacker mit Blick auf das quer durch die Parteien hochumstrittene Stammzellgesetz. Wenn dieses nicht bald novelliert werde, würden die deutschen Stammzellforscher im internationalen Wettbewerb noch weiter zurückfallen, warnte der DFG-Vize. Die Forschungsergebnisse aus Übersee zeigten, „dass es sich hier um ein boomendes Forschungsgebiet handelt – vor allem im Ausland“. Umso schwerer wiege nun der Nachteil der deutschen Forscher, die „von den derzeit vorhandenen gut 500 embryonalen Stammzelllinien nur 21 alte einführen und nutzen dürfen – diese sind jedoch für die nötigen Vergleichsexperimente kaum nutzbar.“

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