Defekt an Raumstation ISS
„Discovery“ muss einen Tag länger im All bleiben

Weil sich ein Sonnensegel an der Internationalen Raumstation ISS verklemmt hat, wird die dort angedockte Raumfähre „Discovery“ voraussichtlich einen Tag später als geplant auf die Erde zurückkehren. Zuerst müssen die Astronauten nämlich das Problem lösen. Das gestaltet sich jedoch schwierig.

HB LOS ANGELES. Am Montag sei ein zusätzlicher Außeneinsatz nötig, teilte das Kontrollzentrum mit. Dadurch verschiebe sich die Rückkehr der „Discovery“ von Donnerstag auf Freitag. An Bord der Raumfähre soll dann auch der deutsche Astronaut Thomas Reiter rechtzeitig vor Weihnachten zur Erde zurückkehren.

Das Kontrollzentrum zeigte sich optimistisch, dass die Astronauten Robert Curbeam und Christer Fuglesang das 33 Meter lange, verklemmte Solarmodul lösen können. Curbeam hatte zuvor schon zusammen mit seiner Kollegin Sunita Williams bei einen siebeneinhalbstündigen Außeneinsatz versucht, das Sonnensegel zu reoarieren. Die Bodenkontrolle konnte den Sonnenkollektor aber nur zu zwei Drittel einziehen, bevor die vorgegebene Zeit für den Reparatureinsatz im All ablief.

Ein neuer Satz von Kollektoren soll an Stelle des alten Segels zum Einsatz kommen. Der alte Kollektor muss jedoch ganz eingezogen werden, damit er bei einem späteren Einsatz an einer anderen Stelle der ISS angebracht werden kann.

Bisher ruckelten die Astronauten an dem Sonnensegel, um so eingeklemmte Teile zu lösen. Bei dem neuen Anlauf sollen nun auch Spezialwerkzeuge zum Einsatz kommen. Die Bodenkontrolle brachte zudem einen Roboterarm in Stellung, mit dem die Astronauten näher an das Sonnensegel gebracht werden können.

Andere Besatzungsmitglieder brachten derweil die letzte Fracht in die ISS, die an Bord der „Discovery“ ins All geschickt worden war. Noch am Sonntag sollten sie auch die Beladung der „Discovery“ für den Rückflug zur Erde abschließen. Um die Chancen auf eine Landung der „Discovery“ am Freitag zu erhöhen, will die US-Raumfahrtbehörde Nasa alle drei Weltraumzentren – in Florida, Kalifornien und New Mexico – in Bereitschaft versetzen.

Aufgabe der Astronauten auf der ISS war es eigentlich, ein neues Stromversorgungsnetz der Station in Betrieb zu nehmen. Zudem sollten sie die ISS auf künftige Ausbauten vorbereiten. Bis zum Jahr 2010 soll die Station fertig gestellt werden. Thomas Reiter war seit Juli auf der Raumstation und wird nun von Williams abgelöst.

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