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Der Sternenhimmel im Jahr 2005

Herausragendes Himmelsereignis im Jahr 2005 ist ein kosmisches Schattenspiel am 3. Oktober. Der Neumond zieht vor der Sonne vorbei, und es kommt zu einer ringförmigen Sonnenfinsternis, die von Mitteleuropa aus allerdings nur als partielle zu verfolgen ist.

dpa HAMBURG. Herausragendes Himmelsereignis im Jahr 2005 ist ein kosmisches Schattenspiel am 3. Oktober. Der Neumond zieht vor der Sonne vorbei, und es kommt zu einer ringförmigen Sonnenfinsternis, die von Mitteleuropa aus allerdings nur als partielle zu verfolgen ist.

Vom deutschsprachigen Raum aus gesehen werden bis zu sechzig Prozent der Sonnenscheibe in den Vormittagsstunden vom Mond bedeckt. Die ringförmige Sonnenfinsternis ist nur in Teilen Spaniens und Afrikas zu sehen. Dabei verdeckt der Mond die Sonne nicht wie bei einer totalen Finsternis ganz, sondern ist von einem hellen Sonnenring umgeben.

Wenn die Feiernden um Mitternacht zu Silvester 2004 mit klingenden Sektgläsern das neue Jahr begrüßen, dann ist es bereits siebzehn Stunden alt. Denn der astronomische Jahresbeginn 2005 erfolgt schon am 31. Dezember 2004 um 6.51 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt überschreitet die Sonne jenen Punkt ihrer Jahresbahn, der 280 Grad östlich des Frühlingspunktes liegt.

Bereits am 2. Januar eilt die Erde durch ihren sonnenächsten Bahnpunkt - und zwar kurz nach Mitternacht. Die geringste Sonnenentfernung beträgt diesmal 147 099 000 Kilometer. Am 5. Juli kommt die Erde zum sonnenfernsten Punkt ihrer Ellipsenbahn, dann trennen uns 152 102 000 Kilometer von dem Glutball.

Der astronomische Frühling hält am 20. März seinen Einzug, wenn die Sonne exakt um 13.33 Uhr den Himmelsäquator überschreitet und damit von der Süd- auf die Nordhalbkugel des Firmaments wechselt. Den Gipfel ihrer Jahresbahn erreicht die Sonne am 21. Juni um 8.46 Uhr Sommerzeit. Wir erleben den Sommerbeginn. Die Herbst- Tagundnachtgleiche tritt am 23. September um 0.23 Uhr ein. Ihren Jahrestiefststand nimmt die Sonne am 21. Dezember um 19.35 Uhr ein, dem Winteranfang.

Die Mitteleuropäische Sommerzeit (Mesz) beginnt am Sonntag, 27. März 2005. Sie gilt bis Sonntag, 30. Oktober. Nach dem Gregorianischen Kalender ist das Jahr 2005 ein Gemeinjahr mit 365 Tagen. Weihnachten und Silvester fallen 2005 jeweils auf einen Samstag. Aschermittwoch ist bereits am 9. Februar, Ostersonntag am 27. März, Christi Himmelfahrt am 5. Mai und Fronleichnam am 26. Mai.

Das jüdische Jahr 5 766 beginnt am 3. Oktober mit Sonnenuntergang. Das Jahr 1 426 des Islamischen Mondkalenders beginnt am 9. Februar ebenfalls mit Sonnenuntergang. Sein erster Tag fällt daher auf den 10. Februar. Am 9. Februar feiern die Chinesen den Beginn des Jahres des Hahns. Das Jahr 2005 steht nach alter chronologischer Tradition unter der Regentschaft des Merkur. Im Jahr 2004 hatte Venus diese Rolle und 2006 wird sie der Mond haben.

Glanzpunkt am Sternenhimmel ist zu Jahresbeginn Saturn. Der ringgeschmückte Planet bietet seine besten Beobachtungsbedingungen Mitte Januar, wenn er der Sonne genau gegenüber steht. Nach Einbruch der Dunkelheit geht er im Osten auf, steht um Mitternacht hoch im Süden und geht morgens im Nordwesten unter.

Unser innerer Nachbarplanet, die Venus, eröffnet den Jahresreigen als Morgenstern. Mitte Februar zieht sie sich schnell vom Morgenhimmel zurück. Im Mai erscheint Venus am Abendhimmel und bleibt bis Jahresende Abendstern. Im größten Glanz strahlt der Abendstern in der ersten Dezemberhälfte. Nach Sonne und Mond ist Venus das hellste Gestirn am irdischen Firmament.

Der rötlich-gelb schimmernde Mars wird im Herbst zu einem auffälligen Gestirn in der gesamten Nacht. Am 7. November steht Mars in Opposition zur Sonne, wobei er mit 69 Mill. Kilometer seine geringste Entfernung von der Erde erreicht. Der Riesenplanet Jupiter beherrscht im Frühjahr als auffälliges Gestirn den Nachthimmel. Merkur, bekannt als sonnennächster Planet, zeigt sich nur für wenige Tage im Jahr.

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