Der Trend zur Miniaturisierung erfasst viele Branchen
Glänzende Perspektiven für Mikrosysteme

Von solchen Prognosen können viele Firmenchefs nur träumen: Jährliche Wachstumsraten von 20 Prozent stellt der auf die Mikrosystemtechnik spezialisierte Branchenverband Nexus den europäischen Anbietern in Aussicht. Im kommenden Jahr sollen sie ein Marktvolumen von fast 70 Milliarden US-Dollar erreichen. Der Siegeszug der winzigen Bauteile scheint unaufhaltsam. Denn die Unternehmen starten von einer soliden Basis.

Bereits heute stecken in jedem neuen Auto 70 bis 100 miniaturisierte Sensoren, die für Sicherheit, Komfort und niedrigen Kraftstoffverbrauch sorgen. Aber nicht nur Airbags und ABS, sondern auch Herzschrittmacher und Mobiltelefone sind ohne die Mikrosystemtechnik nicht denkbar. In immer mehr Geräten, Automaten und Maschinen wird Mini-Technik verwendet, die nur noch unter der Lupe zu erkennen ist. Bei neuen Anwendungen sind der Phantasie kaum Grenzen gesetzt.

„Mikrosystemtechnik macht viele Produkte überhaupt erst wettbewerbsfähig“, sagt Jürgen Berger vom VDI/VDE Technologiezentrum in Teltow. Sie ermöglicht die Miniaturisierung technischer Geräte. Das verbessert häufig die Kommunikation, Mobilität und Gesundheit und schont gleichzeitig Ressourcen. Die Fortschritte, die Fachleute in der Mikro- sowie in der Nanotechnik erzielen, sind die Grundlage für viele neue Ansätze.

Ein Beispiel ist die Verbindung von Bio- und Nanotechnologie, die in noch winzigeren Dimensionen arbeitet als die Mikrosystemtechnik. So werden künstlich hergestellte Mini-Reaktoren inzwischen von vielen Chemiefirmen in der Prozessentwicklung und Produktion eingesetzt. Für Georg Markowz, Leiter des Servicebereichs Verfahrenstechnik und Engineering bei der Degussa AG in Düsseldorf, sind die Pluspunkte dieser Technik „neue und selektive Herstellverfahren, hohe Betriebssicherheit und niedriger Energie- und Rohstoffverbrauch dank maßgeschneiderter Reaktionsführung“. Auch andere Unternehmen der Branche setzen auf die kleinen Helfer: Clariant in Sulzbach hat gerade mitgeteilt, dass in naher Zukunft rund 15 Prozent der neuen Anlagen zur Herstellung von Feinchemikalien Mikro-Reaktoren sein werden.

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