Deutsche Autohersteller und -zulieferer arbeiten an gemeinsamen Standards
Autosar geht dem elektronischen Wirrwarr an den Kragen

Die deutsche Autoindustrie ergreift die Initiative. Mit vereinten Kräften wollen die Autohersteller BMW, Daimler-Chrysler und VW mit den Zulieferern Bosch, Continental und Siemens VDO einem Kostenblock zu Leibe rücken, dessen rasantes Wachstum der Branche weltweit Sorgen macht: dem Aufwand für die Programmierung der immer umfangreicheren Fahrzeug-Elektronik.

DÜSSELDORF. Ihr Entwicklungsprojekt Autosar (für Automotive Open System Architecture) soll mit gemeinsamen Standards dem kostspieligen Systemwirrwarr in der Branche ein Ende bereiten und ist offen für Partner. „Wir sechs Partner haben mit Autosar von Anfang an die Absicht verfolgt, auch unseren internationalen Kollegen Raum zu geben“, sagt Harald Heinecke, Autosar-Sprecher und bei BMW zuständig für den Entwicklungsbereich Systemarchitekturen und Datenbordnetz.

Gerade der Erfolg der Elektronik setzt Autohersteller und Zulieferer zunehmend unter Druck. Heute sorgen bis zu 70 Steuergeräte über das ganze Fahrzeug verteilt für Komfort und Sicherheit, kontrollieren Komponenten vom Fensterheber über das Antiblockiersystem bis zum Navigationssystem. In Spitzenmodellen macht die Elektronik bereits bis zu 40 % der Herstellkosten aus.

„Elektronik und Software im Auto – das sind die Kurven, die steil nach oben gehen“, beschreibt Klaus-Peter Schnelle, in der Geschäftsführung der Bosch Engineering GmbH verantwortlich für den Systembereich Fahrfunktionen, den Trend. Und der Aufwand, die immer komplexeren Systeme zu programmieren und störungsfrei zu machen, wächst rasant.

Das gilt umso mehr, als bislang noch jeder Autohersteller seine eigene Software hat, oft sogar mit Unterschieden von einem Fahrzeugtyp zum anderen. Die hauseigenen Standards, einst gerne zur Abgrenzung von der Konkurrenz eingesetzt, erweisen sich zunehmend als Bumerang – wenn nicht bei den Herstellern selbst, dann bei den Zulieferern.

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