Forschung + Innovation
Deutsche Wasserjäger in Namibia

Deutsche Forscher suchen vom Hubschrauber aus über der Savanne Namibias nach Süßwasser.

dpa HAMBURG. Deutsche Forscher suchen vom Hubschrauber aus über der Savanne Namibias nach Süßwasser. Die so genannten Wasserjäger der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR/Hannover) nutzen eine Sonde, die von einem Hubschrauber aus elektromagnetische Signale bis 150 Meter tief in die Erde sendet.

Anhand der Rückmeldung können sie ermitteln, wo es sich lohnt nach Wasser zu bohren, wie das Hamburger Magazin „Geo“ in seiner Augustausgabe berichtet. Salzwasser leitet elektrischen Strom besser als Süßwasser, mit Hilfe der elektromagnetischen Signale kann die Sonde daher beide unterscheiden.

Mit dem System sei bereits 2003 eine Quelle in Oshivelo östlich der Etosha-Pfanne ausfindig gemacht worden. Das Gemeinschaftsprojekt mit der namibischen Regierung kam laut „Geo“ zu Stande, weil die Süßwasservorräte in dem afrikanischen Land immer knapper werden. Zwar gibt es im Nordosten Namibias auch regenreichen Gebiete, doch eben auch Dürreperioden. Zudem seien viele Bauern aus angrenzenden Krisenregionen nach Namibia geflüchtet. Der Wasserverbrauch für Ackerbau und Viehzucht habe sich im vergangenen Jahrzehnt verdreifacht.

In Kürze soll der Bundesanstalt zufolge ein Hubschrauber über Indonesien starten. Er werde bei Banda Aceh nach reinem Süßwasser suchen, das nach dem Tsunami nicht mit Salzwasser vermischt wurde.

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