Deutscher Astronaut im Außeneinsatz
Gerst repariert ISS-Kühlung

Als dritter Deutscher stieg Astronaut Alexander Gerst in den freien Kosmos aus. Nach vier Monaten auf der ISS schaute er sein aktuelles Zuhause erstmals von außen an. Im Mittelpunkt standen aber Montagearbeiten.
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WashingtonDer deutsche Astronaut Alexander Gerst hat die bislang größte Herausforderung seiner Raumfahrer-Karriere gemeistert: Der 38-jährige Geophysiker aus Künzelsau verließ am Dienstag gemeinsam mit seinem US-Kollegen Reid Wiseman die internationale Raumstation (ISS) für einen gut sechsstündigen Außenbordeinsatz. Nach Thomas Reiter und Hans Schlegel ist Gerst damit der dritte deutsche Astronaut, der eine solche Mission absolvierte.

Gerst und Wiseman führten im Weltraum Wartungsarbeiten an der ISS aus. Sie verstauten eine defekte Kühlpumpe und installierten ein Aggregat für die Stromversorgung des Roboterarms der ISS. Um 20.43 Uhr MESZ kehrten die beiden Astronauten nach sechs Stunden und 13 Minuten in das fliegende Forschungslabor zurück, wie die NASA mitteilte. Alle geplanten Aufgaben seien erledigt worden.

In den amerikanischen Raumanzügen von Gerst und Wiseman herrschte ein Druck von einem Drittel Bar - im Inneren der ISS beträgt der Luftdruck hingegen rund ein Bar, was dem Normaldruck in Meereshöhe entspricht. Um sich langsam an den geringeren Luftdruck im Raumanzug zu gewöhnen, hatte Gerst die Nacht zum Dienstag in der Ausstiegsschleuse der ISS verbracht, wie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mitteilte. Dort wurde der Luftdruck langsam heruntergefahren und so an die Druckverhältnisse im Raumanzug angeglichen.

Gerst hält sich seit Ende Mai auf der Internationalen Raumstation auf. Er ist der elfte deutsche Astronaut im All. Seine Rückkehr zur Erde ist für den 11. November vorgesehen.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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