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Deutscher Historikertag geht zu Ende

Der 45. Deutsche Historikertag geht heute in Kiel zu Ende. Am Schlusstag dürfte eine wissenschaftliche Veranstaltung über die Wende 1989 in Europa und die Bedeutung der Terroranschläge vom 11. September aus historischer Sicht besondere Aufmerksamkeit finden. Dabei geht es auch um das künftige Verhältnis Europas zu den USA und die These vom gespaltenen Westen.

dpa KIEL. Der 45. Deutsche Historikertag geht heute in Kiel zu Ende. Am Schlusstag dürfte eine wissenschaftliche Veranstaltung über die Wende 1989 in Europa und die Bedeutung der Terroranschläge vom 11. September aus historischer Sicht besondere Aufmerksamkeit finden. Dabei geht es auch um das künftige Verhältnis Europas zu den USA und die These vom gespaltenen Westen.

Am Donnerstagabend hatte der frühere polnische Ministerpräsident Tadeusz Mazowiecki auf dem Historikertag die Pflicht der Geschichtswissenschaftler betont, zur Aufarbeitung der schwierigen Vergangenheit und zu einem besseren Klima des Dialogs im vereinten Europa beizutragen. Der geschichtliche Ballast, insbesondere der Zweite Weltkrieg, mache immer noch die polnisch-deutschen Beziehungen zu „einer leicht zerbrechlichen Materie“. Er sei beunruhigt über die neuerlichere, sehr schlechte Veränderung des Klimas in den gemeinsamen Beziehungen. „Auf beiden Seiten müssen wir uns klar darüber sein, dass die polnisch-deutsche Versöhnung schwieriger zu bauen ist als zu zerstören“, mahnte Mazowiecki.

In seiner historischen Rede über den „Durchbruch 1989 und die Konsequenzen“ ging Mazowiecki allerdings auf das jüngst Schlagzeilen machende Thema Reparationen oder Entschädigungsforderungen nicht näher ein.

Zum Historikertag waren 3700 Teilnehmer gekommen. Das Treffen ist damit das größte seiner Art in Europa. Der nächste Historikertag wird in zwei Jahren in Konstanz stattfinden.

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