Zukunftspreis für umweltfreundlichen Carbonbeton

Deutscher Zukunftspreis
Beton für die Ewigkeit

Dresdner Forscher haben einen Beton mit Carbonfasern entwickelt, mit dem filigranere Bauteile gefertigt werden können. Auch die Umwelt soll profitieren. Dafür gab es jetzt den Deutschen Zukunftspreis.
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BerlinÜber Beton lässt sich trefflich streiten. Gesprächsstoff bietet das Material meistens dann, wenn es um eintönig graue Betonwüsten oder bröckelnde Brücken geht. Tatsächlich hat Stahlbeton eine kürzere Lebensdauer als man einst dachte. Denn Stahl kann rosten.

Mit Carbonbeton haben Ingenieure der Technischen Universität Dresden eine rostfreie und damit langlebigere Alternative entwickelt. Dafür hat ihnen Bundespräsident Joachim Gauck am Mittwochabend in Berlin einen der bedeutendsten Wissenschaftspreise des Landes überreicht: den Deutschen Zukunftspreis 2016.

Das Dresdner Team um Manfred Curbach, Chokri Cherif und Peter Offermann setzte sich damit gegen ebenfalls reine Männer-Teams aus den forschungs- und wirtschaftsstarken Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg durch. Diese waren für Entwicklungen aus der Automobilindustrie nominiert: superhelle Laser-Scheinwerfer und eine Technologie zum Vermindern von Reibungsverlusten in Motoren.

Die mit 250.000 Euro dotierte Auszeichnung ist nun zum 20. Mal vergeben worden. Dass sich dabei die Idee aus der Welt des Bauens durchgesetzt hat, zeigt für Ingenieur Curbach, dass der Dresdner Beton langfristige Auswirkungen haben und womöglich einen Paradigmenwechsel herbeiführen kann. „Wobei wirklich alle Lösungen sehr kreativ waren“, betonte er mit Blick auf die Konkurrenz.

Womit konnten die Gewinner punkten? Sie verwenden statt des in Beton eingegossenen Bewehrungsstahls ein Geflecht aus Carbon. Das sind Kunststofffasern, die deutlich leichter sind als Stahl, aber wesentlich tragfähiger. Bisher kommt das High-Tech-Material im Fahrzeugbau, der Raumfahrt oder auch in Fahrradrahmen vor.

Dank dieser neuen Komponente lassen sich dünnere, filigranere Bauteile konstruieren. Dadurch müssen insgesamt weniger Beton und Stahl verbaut werden. Zur Herstellung braucht es zum Beispiel deutlich weniger Sand und Wasser. Der Energieverbrauch sinkt unter dem Strich ebenso wie der Ausstoß an klimaschädlichem CO2 beim Transport und der Herstellung.

Und es gibt Hoffnung auf einen anderen Städtebau. „Damit werden die Preisträger das Bauen revolutionieren“, erklärte Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) nach der Preisverleihung.

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Beton für die Ewigkeit

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Deutlich längere Lebensdauer

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  • Die Teilnahme von Daimler mit ihrer reibungslosen Kolben war der Lacher des Abends. Während alle an effizienten Batterien und Brennstoffzellen fleissig arbeiten, werkelt der Deutsche an seine Dieselkolben rum. LOL

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