Deutscher Zukunftspreis: Deutlich längere Lebensdauer

Deutscher Zukunftspreis
Beton für die Ewigkeit

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Deutlich längere Lebensdauer

Zudem lassen sich mit dem Beton auch bereits baufällige Brücken und Gebäude wieder instand setzen. Schon seit 2006 werden laut TU Dresden alte Bauwerke mit diesen Verfahren verstärkt – etwa ein Kaufhaus in Prag oder riesige Zuckersilos in Uelzen.

Noch liegt der Kilopreis für Carbonbeton allerdings über dem von herkömmlichem Stahlbeton. Kritiker weisen zudem darauf hin, dass Carbonbeton schwerer zu recyceln ist als Stahlbeton, da sich die Stoffe nur aufwendig wieder trennen lassen. Zudem werden Carbonfasern derzeit meist noch aus Erdöl hergestellt.

„Der optimale Fall wäre ohnehin, dass ganze Bauteile wiederverwendet werden“, sagte Teamsprecher Curbach. Das könnten zum Beispiel Wand- oder Deckenelemente sein. Für eine Trennung des Verbundmaterials müsse man es über längere Zeit erwärmen. Letztlich sei das aber gar nicht das Ziel. „Wir wollen das alles ja so lange wie möglich nutzen“, sagte Curbach.

Während herkömmlicher Stahlbeton eine Lebensdauer von 40 bis 50 Jahren habe, könnte Carbonbeton nach Angaben der Ingenieure wesentlich länger halten. 200 Jahre seien keine Illusion, sagte Curbach. Aber zugegeben, er selbst werde das nicht mehr beurteilen können. Noch hat das Team viel mit dem Baurecht zu tun – solange es für das neue Material noch keine DIN-Norm gibt, braucht es viele Zulassungen. Denn die Sicherheit beim Bauen geht vor.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) wertet die Auszeichnung als „Ausweis für die große Bedeutung von Grundlagenforschung“. Curbach und sein Team hätten ihren Werkstoff von den Grundlagen hin zur großflächigen Anwendung innerhalb der Baubranche geführt, teilte die DFG als langjähriger Förderer Curbachs mit.

Und Joachim Gauck? Für ihn war es die letzte Zukunftspreis-Verleihung seiner Amtszeit. Die Pläne fürs nächste Jahr stehen aber: „Dann sitze ich hinten und schaue zu“, sagte der Bundespräsident.

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dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Die Teilnahme von Daimler mit ihrer reibungslosen Kolben war der Lacher des Abends. Während alle an effizienten Batterien und Brennstoffzellen fleissig arbeiten, werkelt der Deutsche an seine Dieselkolben rum. LOL

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