Deutscher Zukunftspreis
Lohn für Erfinder und Tüftler

Kommenden Mittwoch wird in Berlin der Deutsche Zukunftspreis vergeben. Elf Jahre nach der ersten Vergabe ist der Ruf des hochkarätigen Innovationswettbewerbs besser denn je. In diesem Jahr fällt allerdings ein kleiner Schatten auf die Feier.
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dpa BERLIN. Wenn am 3. Dezember der Deutsche Zukunftspreis von Bundespräsident Horst Köhler verliehen wird, blicken Erfinder und Unternehmen wieder voller Spannung nach Berlin. Wer in diesem hochkarätigen Innovationswettbewerb das Rennen macht, ist nicht allein um 250 000 Euro Preisgeld reicher. Der Ruf des Zukunftspreises ist elf Jahre nach der ersten Vergabe so gut, dass oft eine bessere Vermarktung des Siegerprojekts möglich ist - manchmal weltweit.

Doch in diesem Jahr fällt ein kleiner Schatten auf die abendliche Feier. Die Jury hat erstmals eine der vier nominierten Erfindungen wieder zurückgezogen, weil es Streit um Patentrechte gab.

Die Grundidee des Zukunftspreises hat noch immer noch einen Hauch von Daniel Düsentrieb. In die enge Auswahl der Jury kommen oft Projekte aus der Grundlagenforschung, aus denen in kurzer Zeit ein vielversprechendes marktreifes Produkt werden könnte. So prämierte die Jury im Jahr 2000 die Komprimierung von Audiosignalen - das war die Grundlage für den MP3-Spieler.

Die Auszeichnung ging aber auch schon an Tüftler, die vorhandene Technik durch neue Ideen verbesserten. Nicht immer stehen große Unternehmen hinter den Erfindern. Guter Kontakte in die Wissenschaftsorganisationen oder Wirtschaftsverbände bedarf es aber schon, um für die Ehrung vorgeschlagen zu werden.

In diesem Jahr muss die Jury zwischen einem Verbesserungs- Vorschlag für Sonnenkraftwerke in heißen Regionen, einem "schlauen" Messfühler für Handys, Computer oder Navigationsgeräte und einem drahtlosen digitalen Funkmikrofon wählen. Es könnte zum Beispiel den Hörgenuss bei Live-Konzerten und Studioaufnahmen verbessern.

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