Forschung + Innovation
DFG will Wissenschaftler als Regierungsberater

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat sich für einen Top-Wissenschaftler als ständigen Berater der künftigen Bundesregierung ausgesprochen.

dpa BERLIN. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat sich für einen Top-Wissenschaftler als ständigen Berater der künftigen Bundesregierung ausgesprochen. „Es gibt immer mehr Fragen, die einer ständigen wissenschaftlichen Begleitung bedürfen“, sagte DFG-Präsident Ernst-Ludwig Winnacker am Donnerstag in Berlin.

Darüber hinaus forderte Winnacker eine verstärkte Forschungsförderung in Deutschland und Europa sowie mehr „Freiräume für die Forschung“. „Es gibt bestimmte Gesetze, die wir als forschungsfeindlich erachten.“

Ein solcher Regierungsberater müsste nach Ansicht Winnackers ein „anerkannter, unabhängiger Wissenschaftler“ sein. Wissenschaftliche Aspekte bekämen in vielen Politikbereichen eine immer größere Bedeutung, sagte der DFG-Präsident. Als Beispiele nannte er die Klimaschutz- oder die Aids-Politik. Er selbst stehe aber für ein solches Amt nicht zur Verfügung, betonte er.

Von der künftigen Bundesregierung forderte Winnacker zudem eine Anpassung des Stammzellenimportgesetzes. Insbesondere kritisierte er die bestehenden Auflagen für Stammzellenforscher in Deutschland, darunter die geltende Stichtagsregelung und die Strafandrohungen. Dagegen lobte der DFG-Präsident das kürzlich von Bund und Ländern auf den Weg gebrachte Programm zur Förderung von Spitzenforschung und Elitehochschulen. „Wir gehen jetzt an die Umsetzung“, sagte er. Die ersten Bewilligungen sollten im Oktober 2006 ausgesprochen werden.

Der Etat der DFG betrug im vergangenen Jahr 1,3 Mrd. Euro. Der Bund zahlte davon 58 Prozent, die Länder zahlten knapp 42 Prozent. Damit wurden nach DFG-Angaben unter anderem 9 163 Wissenschaftlerstellen, 8 823 halbe Stellen für Wissenschaftler, 3 731 Doktoranden- sowie 1 037 Postdoktorandenstipendien finanziert.

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