Digitales Flüssigkristall-Mikrodisplay
Intel-Chips für TV-Bildschirme

Auf der diese Woche in Las Vegas stattfindenden Consumer Electronic Show (CES) hat President und Chief Operation Officer Paul Otellini neue Chip-Technologie für Großbild-Fernsehgeräte vorgestellt.

LAS VEGAS. Das Ziel: Mit der neuen Halbleitertechnik ausgerüstete TV-Geräte größerer Bildformate sollen eine gestochen scharfe Bildwiedergabe bieten und weniger als 2000 $ kosten.

Das unter dem Codenamen Cayley entwickelte neue Verfahren basiert auf der LCOS-Technologie (Liquid Crystal on Silicon). Mit deren Hilfe können so genannte Mikrodisplays hergestellt werden, die in Großbildschirmen für Rückprojektor-Fernseher zum Einsatz kommen.

Nach Angaben von Intel bestehen LCOS-Bildschirme aus einem Sandwich-Prinzip aus einer Glasoberfläche, einer Schicht von Flüssigkristallen und einer verspiegelten Oberfläche mit Pixel-Struktur (pixel = Bildpunkte), die auf einem Chip aufsetzen. Diese Schichten ergeben ein Mikrodisplay. Intel nutzt bei der Cayley-LCOS-Technologie moderne Chip-Herstellungsverfahren, um eine hoch reflektierende Oberfläche zu erhalten, die ein qualitativ hochwertiges und extrem helles Display ergibt.

Auch bei dem für die LCOS Mikrodisplays entwickelten neuen Herstellungsverfahren gilt das Mooresche Gesetz. Dieses besagt, dass sich die Anzahl der Transistoren auf einem Chip etwa alle zwei Jahre verdoppelt. Durch eine künftig mögliche Erhöhung der Anzahl der Transistoren in LCOS Mikrodisplays können Chip-Designer zusätzliche Funktionen für eine höhere Bildschirmleistung integrieren – wie zum Beispiel eine verbesserte Helligkeit und Bildqualität.

Intel will erste Mikrodisplays auf Basis von Cayley in der zweiten Jahreshälfte ausliefern. Derzeit entwickeln bereits einige Hersteller von TV-Komponenten wie InFocus (USA), TCL und Skyworth (China) sowie Primax PDX (Taiwan) Geräte, die auf Prototypen der Intel Mikrodisplays basieren.

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