Digitalisierung
Miniatur-Chips steuern den Alltag

Kommunikationsexperten sind sich einig: Miniaturisierte, untereinander vernetzte Mikrocomputer werden den Alltag umkrempeln. Die digitale Durchdringung der Welt, in der alles mit jedem vernetzt ist, schreitet voran. Doch nicht alle Experten jubeln.

BERLIN. Forscher von IBM, Hewlett Packard, Rank Xerox oder Daimler-Chrysler arbeiten daran, Autos, Kommunikationsgeräte, Kleidungsstücke, Haushaltsgeräte, Möbel und teilweise sogar den Menschen selbst mit Mikrocomputern auszustatten, auf dass sie sich unsichtbar vernetzen. „Pervasive Computing“ ist das Zauberwort – die umfassende Digitalisierung des Alltags steht bevor.

Markus Ullmann, Experte des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ist vom herannahenden Technologiesprung überzeugt: „Pervasive Computing wird schlagartig eine Reihe von Anwendungen ermöglichen, die wir uns noch gar nicht vorstellen können.“ Allgegenwärtige und mobile Computer veränderten spürbar das Privatleben, die Wirtschaft und den öffentlichen Bereich. Das Thema bekomme gesellschaftliche Relevanz.

In einer jetzt präsentierten Studie lotet das BSI aus, welche Visionen und Gefahren die neuen Techniken bergen. Den Blick in die Zukunft wagen darin auch Ingenieure von VDI und VDE, Experten des Fraunhofer Instituts für Sichere Informationstechnologie (SIT) und von Unternehmen wie Sun Microsystems, Daimler-Chrysler, Siemens und Infineon.

Einen ersten Schub von Anwendungen erwarten die Experten schon innerhalb der nächsten fünf Jahre, vor allem bei Identifikationssystemen, intelligenter Haustechnik, im Autoverkehr und in der Medizin. Komplett autonome Systeme werden in zehn Jahren erwartet. Es gehe stets um die Integration kleinster Computerprozessoren, mikroelektronischer Sensoren oder Funketiketten (RFIDs) in beliebige Alltagsgegenstände, die diese intelligent werden lassen. Die Verfasser sehen im Pervasive Computing „die Fortsetzung des Internet mit anderen Mitteln“.

Noch zu lösen ist häufig das Problem der Energieversorgung. „Akkus sind stark verbesserungsbedürftig“, sagt Ullmann. Die Lösung liege im Ernten vorhandener Energie – etwa, indem Temperaturdifferenzen in der Umgebung ausgenutzt würden.

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