"Discovery"-Einsatz
Deutsche profitieren von der Nasa-Mission

Die Spaceshuttle-Mission "Return to Flight" kann beginnen. Die Raumfähre "Discovery" steht senkrecht auf der Startrampe, die siebenköpfige Crew ist abflugbereit. Sie sind die ersten, die knapp zweieinhalb Jahre nach dem Absturz der "Columbia"wieder mit einem Shuttle von Cape Canaveral ins All fliegen.

HB WASHINGTON. Die Mannschaft um Commander Eileen Collins soll Sicherheitsausrüstung und -Prozeduren testen sowie Ersatzteile, Wasser und andere Versorgungsgüter zur internationalen Raumstation ISS bringen. Die Mission will zudem demonstrieren, dass die Nasa in der Lage ist, aus den tragischen Unfällen der Vergangenheit die notwendigen Lehren zu ziehen. Bis zuletzt sorgten sich die Nasa-Techniker um Eis- und Isolierschaumstücke, die beim Start vom Außentank abbrechen und den Spaceshuttle beschädigen könnten.

Deshalb blickt auch die deutsche Raumfahrtindustrie mit großer Anspannung Richtung Cape Canaveral: "Der Flug ist für die bemannte Raumfahrt weltweit ein Schlüsselereignis", sagte Sigmar Wittig, Vorsitzender des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, dem Handelsblatt. Sollte die auf zwölf Tage befristete Mission STS-114 erfolgreich verlaufen, ist für September ein weiterer Shuttle-Start geplant: Die Raumfähre "Atlantis" soll dann unter anderem den deutschen Astronauten Thomas Reiter zu einer Langzeitmission ins All fliegen.

Ein deutsches Unternehmen ist bereits beim heutigen Flug der Raumfähre "Discovery" beteiligt. Sie transportiert eine gut vier mal zweieinhalb Meter große Gitterpalette aus Aluminium, die von der EADS Space Transportation in Bremen in Zusammenarbeit mit der US-Firma SpaceHab hergestellt wurde. Auf der Palette können wichtige Werkzeuge und Ersatzteile gelagert werden, die die ISS-Bewohner jederzeit zur Hand haben wollen. Ein Roboter soll das Teil an der Außenwand der ISS anbringen.

Die Nasa zahlt EADS Space zehn Millionen Dollar Entwicklungskosten sowie weitere zehn Millionen Dollar für die Palette. Seit 1999 hat der Betrieb schon fünf Shuttle-Flüge mit Spezialprodukten beliefert. "Wir hoffen, dass wir damit für noch lukrativere Nasa-Aufträge einen Fuß in der Tür haben", sagte Uwe Pape von EADS Space. Das Unternehmen ist auch Teil eines Entwicklungs-Teams, das im Auftrag der US-Regierung Pläne für die nächste Generation von Weltraumfähren unterbreiten soll

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