Discovery-Mission
Nasa vom Pech verfolgt

Houston hat ein Problem: Erst plagen Pannen die Mission der Discovery, dann hat die Nasa auch noch Pech mit dem Wetter. Die US-Raumfähre wird daher einen weiteren Tag im All kreisen müssen.

HB WASHINGTON. Aus Sicht der Nasa ist die jüngste Mission der Weltraumfähre „Discovery“ schon jetzt ein „überragender Erfolg“. Aber auch die mit Spannung erwartete Rückkehr der sieben Astronauten mit ihrem Raumfahrzeug verstärkte den Eindruck, dass das Nasa-Kontrollzentrum in Houston das Geschehen zwischen Himmel und Erde nicht im Griff hat. Dabei war es einfach nur Pech, dass wegen einiger Wolken über Florida der „Discovery“ ein weiterer Tag im All verordnet wurde.

Aber die leger gekleideten Männer im Nasa-Kontrollzentrum wissen, dass nach all den Pannen und Problemen mit der „Discovery“ in den vergangenen Wochen die Verschiebung der Landung am Glanz der Weltraum-Mission kratzt. Und die Bilder aus Houston scheinen die Skeptiker des Nasa-Programms zu bestätigen.

Denn die Ingenieure und Wissenschaftler im Kontrollzentrum konnten am Montagmorgen ihre Enttäuschung kaum verbergen. Sichtlich angestrengt verkündet Nasa-Astronaut Ken Ham im Kontrollzentrum den Astronauten im All, dass „wir euch nun offiziell 24 Stunden weiter schicken müssen“. Flugdirektor LeRoy Cain fährt sich das eine ums andere Mal nervös durch die anfangs noch akkurat gekämmten Haare, knetet fahrig seine Wangen. „Hier gibt es keine Agonie (etwa: Trübsal)“, betonte zwar Nasa-Chef Michael Griffin trotzig. Aber die Stimmung ist an diesem Montagmorgen ohne Zweifel bedrückt - dabei ist nichts wirklich Schlimmes passiert.

Am Montag unternahm die US-Raumfahrtbehörde zwei Versuche, um die sieben Astronauten der „Discovery“ nach knapp zwei Wochen im All zurück zur Erde zu bringen. Allerdings entschied die Nasa jeweils kurzfristig, dass das Wetter für ein Landemanöver nicht vorhersehbar genug sei. Es sei nicht sicher, dass „Discovery“-Kommandantin Eileen Collins ausreichende Sicht beim Anflug auf die von Kanälen umgebene, knapp fünf Kilometer lange Landebahn habe, hieß es.

„Es tut uns leid, dass wir Euch heute nicht nach Hause holen können, aber wir sind für morgen ziemlich zuversichtlich“, funkte Astronaut Ken Ham am Montag von der Bodenkontrollstation im texanischen Houston an die Besatzung der „Discovery“. Kommandantin Collins antwortete: „Ihr habt die richtige Entscheidung getroffen. Wir genießen noch einen weiteren Tag im Weltraum und sehen uns morgen auf der Erde.“

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