"Discovery"-Mission
US-Probleme behindern auch die europäische Raumfahrt

Der vorläufige Stopp weiterer US-Raumfahrten wird nach Einschätzung der Europäischen Raumfahrtorganisation Esa auch den Einsatz des europäischen Weltraumlabors Columbus im All verzögern. Denn ohne die Unterstützung amerikanischer Shuttles kann die Esa große Bauteile nicht transportieren.

HB BERLIN. Zwar könne ISS wie bisher schon weiter mit russischen Raumfähren versorgt werden. "Das Problem ist nur, dass diese zwar den Betrieb aufrechterhalten, aber nicht den weiteren Ausbau der Station gewährleisten können", sagte Isakeit. Das betreffe auch den europäischen ISS-Anteil, das Weltraumlabor Columbus. Esa-Direktoriumsmitglied Dieter Isakeit rechnet mit mehreren Monaten bis zum nächsten Start eines US-Shuttles zur internationalen Weltraumstation ISS.

"Es ist nun die Frage, wenn man zweieinhalb Jahre gebraucht hat, den neuen Tank (der Fähre) zu entwerfen, ob man innerhalb von einem Monat nochmal Veränderungen machen kann“, zeigte sich Isakeit skeptisch. Er gehe daher davon aus, dass der nächste Shuttle-Flug und damit auch die Mission des deutschen Astronauten Thomas Reiter sich deutlich verzögern werde.

Die US-Weltraumbehörde Nasa hatte nach Problemen bei der aktuellen Mission der Raumfähre "Discovery" erklärt, sie werde vorerst keine Raumfähre mehr ins All schicken. Experten müssten zunächst das Problem der herabgefallenen Teile beim Start des Space Shuttle klären.

Anders als bei dem problematischen Start der "Discovery“ sind beim bevorstehenden Andocken an die ISS in wenigen Stunden keine Probleme zu erwarten. "Bislang läuft alles nach Plan“, sagte ein Sprecher des russischen Flugleitzentrums bei Moskau. Die erfahrene Kommandantin Eileen Collins wird die "Discovery" per Handsteuerung an die ISS bugsieren. Zwei Stunden nach dem Andocken um 15.19 Uhr deutscher Zeit sollen die Schleusen geöffnet werden, damit die Astronauten in die ISS hinüberschweben können.

Noch vor der Ankunft der „Discovery“ werden die beiden Langzeitbewohner auf der ISS, Sergej Krikaljow und John Phillips, die Raumfähre von allen Seiten fotografieren. Sie sollen mögliche Schäden an der Außenhülle des Shuttles nach dem Start am Dienstag dokumentieren. Dazu muss sich die Raumfähre um die eigene Achse drehen und sich mit der Unterseite nach oben der ISS bis auf 180 Meter nähern, wie das russische Flugleitzentrum mitteilte.

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