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„Discovery“ startet frühestens Ende nächster Woche

Die US-Weltraumfähre „Discovery“ wird frühestens Ende kommender Woche starten können. Dies sagte ein Sprecher der US-Weltraumbehörde Nasa am Freitag in Washington.

dpa CAPE CANAVERAL/WASHINGTON. Die US-Weltraumfähre „Discovery“ wird frühestens Ende kommender Woche starten können. Dies sagte ein Sprecher der US-Weltraumbehörde Nasa am Freitag in Washington.

Die Nasa hofft, die Raumfähre an der Startrampe in Cape Canaveral belassen zu können und es nicht notwendig werde, sie zur technischen Überprüfung in die etwa fünf Kilometer entfernte Montagehalle zu bringen.

Die technische Panne, die am Mittwoch den geplanten Start der „Discovery“ verhindert hatte, hat sich komplizierter erwiesen als zunächst gedacht. Mechaniker wollten am Freitag in die Triebwerke klettern und Verkabelungen überprüfen. „Wenn wir an ein paar Strippen ziehen und einen Wackelkontakt finden, könnte es bald wieder losgehen“, hatte der stellvertretende Manager des Shuttle-Programms, Wayne Hale, am Donnerstag in Florida gesagt. Aber schon da sah er nur geringe Chancen, dass die Fähre zumindest an diesem Wochenende starten würde. Zu den technischen Problemen gebe es derzeit auch Wettersorgen. Für Sonntag und die kommende Woche ist am Weltraumbahnhof Cape Canaveral mit Gewitter und Regen zu rechnen. Der Hurrikan „Emily“ zieht nach bisherigen Prognosen allerdings weiter westlich durch die Karibik.

Die „Discovery“ kann nur noch bis zum 31. Juli bei Tageslicht starten, eine Auflage, die die Nasa nach dem Absturz der Raumfähre „Columbia“ im Februar 2003 machte. Die nächste Startmöglichkeit wäre dann zwischen dem 9. und 24. September. Die Nasa will nur bei Tageslicht starten, um die Raumfähre dabei von allen Seiten mit mehr als 100 Kameras zu filmen und zu fotografieren. Damit sollen etwaige Schäden an der Fähre sofort aufgedeckt werden. Die „Columbia“ war abgestürzt, weil beim Start ein Tragflügel beschädigt worden war. Die sieben „Discovery“-Astronauten, sollen auf dem Flug zur Internationalen Raumstation unter anderem Flickzeug im All testen.

Die Fehlanzeige eines Sensors, der die Wasserstoffmenge in dem fast 50 Meter hohen Außentank anzeigen soll, hatte am Mittwoch zum Abbruch der Startvorbereitungen geführt. Der Sensor funktioniere allerdings ab und an, was die Fehlersuche besonders kompliziert mache, sagte der stellvertretende Manager des Shuttle-Programms, Wayne Hale. zwölf Ingenieurteams suchten nach der Ursache. Sie hätten 200 mögliche Fehlerquellen identifiziert.

Wenn das Problem nicht in der Verkabelung liegt, muss das Shuttle von der Startrampe zurück in den Hangar gebracht werden. Dann könnte es für einen Start vor Ende Juli knapp werden. „Ich bin noch nicht bereit, das Juli-Starfenster aufzugeben“, sagte Hale.

Unterdessen bereiten sich in China Astronauten für den zweiten chinesischen Ausflug ins All vor. Die „Shenzou VI“ soll möglichst Anfang Oktober mit zwei Astronauten an Bord starten und fünf bis sechs Tage unterwegs sein, berichtete die Zeitung „China Daily“ am Freitag. Als erster chinesischer Astronaut war Yang Liwei im Oktober 2003 mit dem Raumschiff „Shenzhou V“ um die Erde geflogen. Im vergangenen Jahr begannen 14 ehemalige Kampfpiloten mit einem Weltraumtraining. Mit den „Shenzou“-Missionen ist China nach den USA und Russland das dritte Land, das Astronauten ins All befördert.

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